Full text: Volume (Bd. 14 = N.F Bd. 2 (1875))

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H. D ankward t,

ohne vorherige Anzeige beim Grundherrn sein Recht auf einen
Andern überträgt oder bei der Anzeige des Verkaufs zur
Schmälerung des Laudeniums den wahren Kaufpreis ver-
heimlicht '). In den Fällen all 1 und 2 kann der Grundherr
die Emphyteuse einzichen2), und daran ändert sich Nichts, wenn
ihn die Grundherrschaft noch sitzen läßt2). Das Schweigen
enthält keinen Verzicht auf sein Repulsionsrecht. Im Falle
ad 3 dagegen erlischt das emphyteutische Verhältnis^ ipso
jure zur ©träfe4). Ferner erlischt das emphyteutische Ver-
hältniß 4) durch Ablauf der Zeit, auf welche die Emphy-
teuse verliehen ift6), und endlich 5) durch den Tod des
Emphyteuta^), — bei erblicher Verleihung durch den un-
Pachtzins ist, so wird er deshalb doch nicht als bloßes Recognitions-
geld betrachtet. Der Grundherr, wenn er einen Canon auflegt, will
damit lücht sein Eigenthmn sichern, sonderrr eine Rente voll seinem
Grundstück ziehen. Das Eigenthum ist gesetzlich nach allen Richtungen
hin gesichert.
1) L. 3 C. li. t.: — siu autem aliter fuerit versatus, quam no-
stra constitutio disposuit, jure emphyteutico cadat.
2) L. 2 0. h. t.: — volenti ei licere eum a praediis emphy-
teuticis repellere. Nov. 120 c. 8:— potestatem concedimus,
ut emphyteusi ejiciat.
3) Cit. 1. 2 C. h. t.: — neque praetendente (emphyteuta) quod
non sit super hac causa inquietatus.
4) Cit. 1. 3 C. h. t.: — jure emphyteutico cadat.
5) Nov. 120 c. 6 § 1.
6) Die Emphyteuse ist an sich nicht erblich. Denn da die Ber-
leihung eine Liberalität ist, so gilt hier dieselbe Consequcnz, welche
für das Precarium gilt: ipsi duntaxat non etiam heredibus concessa
possessio est. Dem entsprechen auch die Bestimmungen in Nov. 120
c. 6 § 1: — Licentiam igitur concedimus — — et perpetuo
jure emphyteutico volentibus tradendi. Nov. 7 c. 3 pr.: — Emphy-
teusin heredibus dare permittimus. Die Emphyteusis ist nur erb-
lich, wenn sie erblich verliehen ist. Die entgegengesetzte gangbare Ansicht
(Arndts a. a. O.) läßt sich nicht auf § 3 J. d. loc. (3. 24) und 1. 1
pr. D. h. t. stützen. Denn einmal reden diese Stellen vom ager vecti-
galis, der stets erblich verliehen und von den Juristen als res

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