Full text: Volume (Bd. 14 = N.F Bd. 2 (1875))

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H. Dankwardt,

2) Eintritt des Endtermins.
8 46.
Der Vertrag kann auf einen bestimmten Zeitraum oder
aus Kündigung abgeschlossen sein'). Gesellen und Ge-
hülfen stehen gesetzlich auf vierzehntägige Kündigung ^); für
Handlungsgehülfen ist eine sechswöchige Kündigungsfrist
und überdies festgesetzt; daß sie immer nur zum Abgang am
Schlüsse eines Kalendervierteljahres gekündigt werden können 1 2 3).
Particularrechtlich können Dienstboten auf Landgütern nur
im Frühjahr zum Abzug im Herbst nach vollständig beschaffter
Erndte kündigen 4 5 6 7). Der Schiffer, welcher auf unbestimmte
Zeit angenommen ist, muß, sobald er eine Reise angetreten
hat, in dem Dienst verbleiben, bis das Schiff in den Heimaths-
hafen oder einen inländischen Hafen zurückgekehrt und die
Entlöschung erfolgt ist^). Der Schiffs mann ist verpflichtet,
während der ganzen Reise, einschließlich etwaiger Zwischen-
reisen bis zur Beendigung der Rückreise im Dienst zu verbleiben
wenn in dem Heuervertrage nicht ein Andres bestimmt ist^);
er ist ferner verbunden, wenn das Schiff durch Zufall verloren
geht und dadurch der Heuervertrag endet, gegen Fortbezug der
Heuer bei der Bergung Hülfe zu leisten^).

1) Particularrechtlich dürfen Gesindeverträge auf nicht länger als
eine gesetzlich bestimmte Zeit abgeschlossen werden. Auf längere Zeit ab-
geschlossen sind sie insoweit null. So in Meckklenburg Vgl. die cit.
Verord. v. 18. Jan. 1820.
2) Gew.-O. 8 110.
3) HGB. Art. 61.
4) So in Mecklenburg. Vgl. die cit. Verordnung.
5) HGB. Art. 521.
6) Seemanns-O 8 54 pr.
7) Eod. § 32 Abs. 1.

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