Full text: Volume (Bd. 14 = N.F Bd. 2 (1875))

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F. Bernhöft,

Vielmehr muß ursprünglich die actio uenditi einfach auf
Zahlung gegangen sein, ohne Rücksicht darauf, ob der Kläger
selbst bereits geleistet hatte oder Leistung anbot. Erst später
ist dann eine exceptio aus Billigkeitsgründen eingeführt worden.
In wesentlich verschiedener Weise sprechen die Quellen von
der Geltendmachung des Rechtes des Verkäufers nur gegen Be-
zahlung übergeben zu dürfen. Ulpian fordert, wie wir oben
gesehen haben"), daß der auf Erfüllung klagende Käufer Zah-
lung des Preises anbiete, und fügt hinzu: „uenditor enirn
quasi pignus retinere potest eam “rem quam uendidit.“
Aehnlich sagt er an einer andern Stelle"):
idem Marcellus ait non posse alterum ex domi-
nis consequi actione ex empto, ut sibi pro parte
uenditor tradat, si pro portione pretium dabit: et
hoc in emptoribus seruari oportere ait: nam uen-
ditor pignoris loco quod uendidit retinet, quoad
emptor satisfaciat.
Aehnlich auch Scävola"):
hereditatis uenditae pretium pro parte accepit
reliquum emptore non soluente quaesitum est, an
corpora hereditaria pignoris nomine teneantur, re-
spondi nihil proponi cur non teneantur.
Schon Zulian scheint die verkaufte Sache, deren Preis
noch nicht bezahlt war, wie ein Pfand betrachtet zu haben.
Ulpian sagt"):

bar wurde, müssen aber die Verpflichtungen beider Theile selbständig gel-
tend zu machen gewesen sein. Andernfalls würde man zu der Kellerschen
Auffassung der aetiou68 emxti et uenditi kommen.
44) L. 13. § 6. D. A. E. U. 19. 1.
45) L. 31. § 8. D. aedil. ed. 21. 1.
46) L. 22. D. hered. uel act. neust. 18. 4.
47) L. 14. 8 1- D kurtis 47. 2.

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