Full text: Volume (Bd. 30 = N.F Bd. 18 (1891))

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Ernst Immanuel Bekker,

nicht völlig feststeht. Es wird in Zukunft, wie schon heutzu-
tage Vielorts, in ganz Deutschland geben:
«) Eigenthum an gebuchten,
ß) Eigenthum an nicht gebuchten Grundstücken;
wir haben zu prüfen, wie sich der Besitz bei denen zu «) und
bei denen zu ß) gestalten mag; wie groß das Gebiet des einen
und das des anderen sein wird, liegt außer unserm Ge-
sichtskreis.
II. Ob die Buchung für alle, oder nur für
einzelne, und zwar für welche Rechte an Immo-
bilien erforderlich. Lange Zeit war man geneigt, sie
unbedingt zu fordern nur bei den Hypotheken und selbst beim
Eigenthum erläßlick zu achten. Die herrschende Richtung
nimmt die Unerläßlichkeit beim Eigenthum an, der Entwurf
bei allen Immobiliarrechten. Bekanntlich aber war dies nicht
immer die in der Kommission durchschlagende Meinung, und
ist der veröffentlichte Entwurf gerade an dieser Stelle, wegen
seines immerhin abgeschwächten „Kauf bricht Miethe" (E. B. G.
509), und der Eintragung der Prädialservituten (E.B.G. 828,
vgl. Mot. II S. 164), den allerentschiedensten Einsprüchen
begegnet, deren Erfolg zur Zeit noch nicht abzusehen ist. Bis
auf weiteres haben wir mit der Möglichkeit zu rechnen, daß
auch nach der Einführung des Gesetzbuchs gewisse iura in re
aliena ohne Eintragung nicht nur werden fortbestehen, son-
dern auch entstehen können. Also auch an den gebuchten
Grundstücken
einestheils eingetragene,
anderestheils uneingetragene dingliche Rechte.
III. Bei weitem wichtiger für uns als die zu I und II be-
rührten Fragen, ist die nach dem Prinzip des Grund-
buch rechts. Da der Ausdruck kein ganz unmißverständ-
licher (es steht mir aber im Augenblick kein anderer zu Gebot

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