Full text: Volume (Bd. 17 = N.F Bd. 5 (1879))

14. Ein Beitrag zur Lehre vom Beginn der Verjährung

X.

Ein Beitrag zur Lehre vom Beginn der
Verjährung.
Von

vr Rudolf Leonhard,
Gerichts-Assessor und Privatdozenten zu Berlins

Die Ansicht v. Savigny's, daß die Verjährung einer aus
Kündigung des Gläubigers stehenden Forderung erst dann be-
ginnen kann, wenn wirklich gekündigt worden ist, verliert neuer-
dings immer mehr an Anhängern *).
l) Vgl. Thon, Zeitschrift für Civilrecht und Prozeß Band 8 S. 1 ff.
namentlich §. 5, v. Vangerow im Archiv f. civil. Praxis Bd. 33
S. 295 ff., Unterholzner, ausführl. Entwicklung der gesammten Ver-
jährungslehre Bd. II §. 260, Lenz, Studien und Kritiken im Gebiete des
preußischen, römischen und deutschen Rechts 1847 Nr.IV S. 233ff., Wäch-
ter, würtemb. Privatrecht Bd. n §. H8 n. 15 1842 S. 806, Zrod-
lowsky, Archiv f. civil. Praxis Bd. 52 N. F. Bd. 2 S. 358 ff., derselbe,
die Verjährung nach österreichischem Rechte Prag 1878 S. 39 ff., Wind-
scheid, Pandekten Bd. I tz 107 Anm. 5. Degen kolb, Einlassungs-
zwang und Urteilsnorm. Leipzig 1877 §. 7 S. 44 ff.; vgl. aber auch
§. 10 S. 65.
Die Savigny'sche Ansicht, daß eine Verletzung die Grundlage des
Klagerechts bildet, welche auch noch neuerdings z. B. Sintenis, das
praktische gem. Civilrecht Bd. I §. 29 3. Ausl. 1868 vertheidigt, beruht auf
mannigfachen Verwechslungen (man vgl. z. B. v. S avigny a. a. O.
Bd. 5 S. 16 und S. 286 Anm. 9), insbesondere auf einer Gleichstellung
der Verletzung des dinglichen Rechts, welche eine dingliche Klage ermöglicht,

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