Full text: Volume (Bd. 17 = N.F Bd. 5 (1879))

Annahme und Annahmeverzug.

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ehrlicher Weise abwesend war: si latitabit, satis erit, liquere
praetori, per servum non stare, quominus conditioni pa-
reat , fr. 47 §. 2 eit. Uebrigens haben auch kaiserliche Reskripte
in diesen Fällen des Freiheitsvermächtnisses eingegriffen und zur
leichtern Abwicklung den Beizug eines arbiter verordnet, fr. 50
de cond. et. demonstr., fr. 37 de fideic. lib., Madai, Statu-
liberi S. 110. 114.
Im Allgemeinen wird sich sagen lassen, daß, wenn es sich
um Rechnungsstellung und Auszahlung des Ueberschusses han-
delt , der Beizug eines Vertrauensmannes am geeignetsten sein
wird, insbesondere da sonst die Berechnung und Hinterlegung
des Saldo s nur ins Blaue hinaus geschehen würde; dagegen
wird die fruchtlose Aufforderung genügen, um die Adprobation
eines präsenten Opus zu ersetzen, dessen Mängel und Schwächen
nicht, wie bei der Vermögensverwaltung, aus den Belegen einer
frühem Zeit mühsam zu eruiren sind, daher auch nicht die gleiche
Fürsorge des Gesetzes verlangen. Vgl. Danckwardt in diesem
Iahrb. XIII S. 350. 351. Das Sächs. Gesetzbuch besagt in
dieser Hinsicht §. 1251: „Hat der Besteller sich die Billigung
Vorbehalten, so ist er verpstichtet (?), sich nach Ausführung der
Bestellung darüber zu erklären. Zögert er mit dieser Erklärung,
so kann ihm der Uebernehmer eine Frist von 14 Tagen setzen.
Die Billigung gilt für geschehen, wenn sich der Besteller in
dieser Frist nicht erklärt."

§. 13.
Nicht immer steht dem Schuldner das Ersüllungssurrogat
sofort zur Hand; vielfach trägt das Institut schon nach seiner
Natur eine längere Dauer in sich, wie in den obigen Fällen,
wo erst nach fruchtloser Bereitstellung und vergeblichem Abwarten
der Effekt der Adprobation eintritt; vielfach stellen sich dem
Schuldner faktische Schwierigkeiten in den Weg: die Deposital-

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