Full text: Volume (Bd. 17 = N.F Bd. 5 (1879))

Annahme und Annahmeverzug.

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leget he dan of yeden stamme dry heller da, so hat er
den bäum verforstet, ähnlich colonge de St Hypolite
(Grimm IV 249): lorsqu’il ne trouve aucun foretier, il
mettra les quatre pfenning sur un tronc d’arbre et il en
sera pareillement d6charge; vgl. auch Grim m Weisth. V
390. 393; nach einem Vilsecker Weisth. (Grimm VI 111)
soll man einen leip, einen kes und einen Schilling haller
auf den stock legen; nach einem Bischofsheimer Weisthum
1519 (Grimm IV 558) soll der Holzholende, wo er den
förster nit anheim fende, ihme das stamrecht (4 Pfennige)
über die thür legen. Von einer ähnlichen Abgabe ist in
einem Krahensorster Weisthum (Grimm II 699) die Rede:
da aber der hern diener nit anheimschs treffen konte, soll
er den heller in einen ritz stechen, damit er demselbigen,
wohin er den heller gestochen, darnach weisen könne. Zwei
interessanteWeisthümervon kontier und korrentruy (Grimm
IV 454. 465) sprechen von der Abgabe, die der Käufer auf dem
betreffenden Gebiete zu entrichten hat *): Et doit le marchand
demander le vendeur par trois fois pour payer les p6ages,
si le marchand trouve le vendeur, il le doit payer, si non
le marchand peut mettre ses ventes dessoubs une pierre.
Sehr charakteristisch ist die Manipulation, welche stattfindet,
wenn der Hofherr oder sein Vertreter die Belehnung versagt:
Item of die schultiss das verharden, unde nicht belehnen
wolde, so sali he nemen einen dristoligen stoel2), und sel-
ten den in dat gerichte, und nemen die penningschuld,
die datguid to einer tied doet, und leggen drispeldig
up den stoel und tasten an den stoel-und sol dar-
mit sin belenet gelik off die schultiss en mit willen he-

il lieber derartige Abgaben vgl. v. Maurer, Fronhöfe III S. 65 fg.
2) Ueber den dreistolligen Stuhl f. Grimm, RechtsalterthümerS. 187.

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