Full text: Volume (Bd. 17 = N.F Bd. 5 (1879))

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Dr. C. Karsten,

mandatum so anerkannt, daß Paulus in 1. 3. (46, 4) sagen
kann:
per procuratorem nec liberari, nec liberare quisquam
acceptilatione sine mandato potest,
obgleich doch unbezweiselt selbst bei einem vorhandenen Mandat
zur acceptilatio per procuratorem noch viele Mittelglieder nö-
thig waren, 1. 13 §. 10 (46, 4), die alle auf Einfügung eines
formalen Kontraktes hinausliefen.
Zur Erreichung dieses doppelten Zweckes: der vollkomme-
nen Stellvertretung durch den procurator in rem suam, da-
mit res in judicium deducirt werden könne, und des Erwerbes
der actio judicati für den Cessionar, ist in dieser Periode in der
formula freilich auch noch die intentio aus der Person des do-
minus genommen, die condemnatio aber auf den Namen des
procurator gestelltx). Daher heißt es in dem Vat. Frag.
§. 317:
Cognitore enim interveniente judicati actio domino vel
in dominum datur, non alias enim cognitor experietur
vel ei actio subjicietur, quam si in rem suam cognitor
factus sit.
Was als nothwendig angesehen wurde, war die Gewißheit
des Pertretungswillen von dem dominus ausgesprochen. Der
formale Akt der Cognitur, wie Gajus ihn uns beschreibt,
war von der früheren Zeit als hierzu in jeder Beziehung aus-

i) Bethm.-Hollweg, Civilpr. II S. 448 Not. 170, 171. Keller,
Civilpr. Not. 612. — Die Terminologie der Quellen für die Cession ist ein-
mal eine lediglich den materiellen Uebergang der Forderung von einem Ver-
mögen in das andere bezeichnende, so transferre, praestare, exliibere, eon-
eeäere, tribuere, äare, äelexare. Andererseits kommt eine Bezugnahme
aus die Form der Cession vor mit manäare, auch eeäere aetivnes, bald
mit dem Zusatz ut procuratorem in rein suam kaeiat, wie in 1. 8 §. 10
(17, l). l. 3 §. 5 (15, 3). l. 24 (4, 4); weitere Quellenangabe bei Lris-
sonius äe verb. siKnf. sub. v. manäare.

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