Full text: Volume (Bd. 17 = N.F Bd. 5 (1879))

Rechte an eigener Sache.

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zeptiousweis sich zu behaupten. Und tritt doch hier an die
Stelle der Besugniß, selber die Sache zu verkaufen, die Noch-
Wendigkeit, nach vorgängiger Erwirkung eines Zahlungsman-
dats gegen den Vertreter des Grundstücks, es mittelst eines Spe-
zialkonkurses über das letztere nöthigen Falls bis zur gericht-
lichen Subhastation zu treiben. Der Verkauf kann hier also
nur kraft obrigkeitlicher Gewalt im Exekutionswege erfolgen.
Hatte deshalb schon früher v. Meibom den Charakter
dieser modernen Hypothek als „ch8 in re" in Zweifel gezogen
und nur in sehr problematischer Weise durch Bezugnahme auf
„ihre Verwandtschaft in wirthschaftlicher Hinsicht" ihr die Ding-
lichkeit zu retten versucht *): so würde sie nun auch wieder nach
Sohm's neuester Begriffsbestimmung der Sachenrechte aus de-
ren Kreise ganz ausscheiden müssen. Denn besteht das Sachen-
recht wesentlich „in einem Recht des Berechtigten, selbst zu
handeln", oder „handelnd auf eine Sache einzuwirken"1 2); wie
kann man dann jene Hypothek dieser Kategorie noch unter-
ordnend
Dem Allen gegenüber wird es als gerechtfertigt erscheinen,
wenn wir die Besprechung der modernen Eigenthümer-Hypothek
auS dem Rahmen unserer jetzigen Untersuchung fortlassen, deren
Ebenmaß dadurch leicht gestört werden möchte. Es kann keinen
Werth haben, einer so weitschichtigen Literatur, wie diese Lehre
sie schon besitzt, ein paar kurze und spärlich motivirte Bemer-
kungen über einzelne Hauptfragen noch hinzuzufügen. Ver-
dienstlicher mag es sein, durch eine selbständige, möglichst auf
die letzten Prinzipien des Sachen - und Obligationen-Rechts zu-
1) Siehe darüber die in der vorigen Anm. angeführten Schriften:
Schott S. 9 f. und Hartmann S. 138.
2) In Grünhut' s Zeitschr. IV, 1877, „der Begriff des Forde-
rungsrechts" S. 456.
XVII. N. F. V.

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