Full text: Volume (Bd. 7 (1865))

Zur Lehre vom Erwerb und Verlust des Besitzes. 8t
Speicher); und hier besteht doch die ganze Gewähr der Sicher-
heit nicht etwa in der Anwesenheit wachender und schützender
Personen, sondern in dem Verschlüsse — eine Maßregel, die
wie die Diebstähle durch Einbruch und Einsteigen beweisen,
nicht von allzu hohem Werthe ist, und die jedenfalls den unter
dem Speicher vergrabenen Schatz nicht berührt. Doch will ich
von der Begründung abschen, cs ist ja möglich, daß, trotzdem
diese unzureichend ist, die Ansicht selbst in 1. 3 §. 3 eit. ent-
halten ist; ich wende mich also zu dem Text der Ler. Die-
selbe spricht von einem thesaurus in fundo positam, und
allerdings heißt es vom fundus in 1. 60 de v. s. 50, 16:
fundus integrum aliquid est, et plerumque sine
villa locum accipimus;
auf der andern Seite besagt jedoch 1. 211 eod.:
fundi appellatione omne aedificium
et omnis ager continetur, sed in usu ur-
bana aedificia aedes, rustica villae dicuntur. Locus
vero sine aedificio in urbe area, rure autem ager
appellatur. Idemque ager cum aedificio
fundus dicitur.
Es bleibt demnach bei 1. 3 §. 3 zweifelhaft, ob der Jurist
von einem Hause oder von einem Felde oder von beidem zu-
gleich spricht. Sehen wir uns nach anderen Zeugnissen um,
um den Zweifel zu beseitigen, so begegnet uns 1. 44 pr. de
poss.:
(Papin.): Peregre profecturus pecuniam in terra
custodiae causa condiderat; quum reversus locum
thesauri in memoriam non repeteret, an desiisset
pecuniam possidere, vel si postea recognovisset lo-
cum, an confestim possidere inciperet, quaesitum
est, Dixi: quoniam custodiae causa pecunia con-
dita proponeretur, jus possessionis ei, qui condi-
VII. 6

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