Full text: Volume (Bd. 20 = N.F Bd. 8 (1882))

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Amtsrichter Rudolph,

cujus persecutio negatur, das Erforderniß der actio hypo-
thecaria für den Pfandrechtsbegriff nicht in Abrede stellen.
Lassen wir nun zunächst einmal das unter 1 aufgeführte Pfand-
rechtskriterium , das Recht auf Verwerthung, da dessen weiter
unten ausführlicher zu gedenken sein wird, unerörtert und for-
schen wir beim pignus in c. j. c. nach der actio hypothe-
caria, so finden wir, daß dem Gläubiger eine solche Klage nicht
zufteht"). Die I. 2 6. de praetorio pignore etc. 8, 22,
mittelst deren Iuftinian in Entscheidung einer alten Controverse
(veteris juris dubitationem decidentes) et quum inveni-
mus in conventionalibus pignoribus vel hypothecis non
solum tenentem creditorem adjuvari, sed etiam si ab ea
possessione cadat, sive sua culpa sive non sive fortuito
casu es für humanius erklärt, et in praetorio pignore dare
recuperationem creditori, bezieht sich, wie man wohl entgegen
der von Dernburg über die emtio bonorum S. 119 flg. ver-
tretenen Anficht annehmen muß, schon nach dem Wortlaute und
der Stellung in dem von dem pignus praetorium handelnden
Titel lediglich auf die Mission und nicht auf vas pignus in
c. j. c. Hierfür spricht auch die Bestimmung in § 7 l. 15
v. de re jud. etc. 42, 1 insofern, als daselbst bei Erörterung
der Frage, was der Richter zu thun habe, wenn der Käufer
einer abgepfändeten Sache, welche zuwider der Regel nicht
gegen baar verkauft worden sei, den Kaufpreis nicht bezahle,
ausdrücklich gesagt wird: Melius igitur erit, si non se inter-
ponant (i. e. iidem judices, qui sententiam exsequuntur),
maxime quum nec habeat actionem adversus
eum is, cui judicatum fieri desideratur, der Schluß-
passus dieser Stelle aber lautet: Certe si se interponant
{i. e. judices), hactenus debebunt intervenire, ut ipsam rem

64) Wind scheid Lehrbuch Bd. I § 233 unter l S. 747.

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