Full text: Volume (Bd. 20 = N.F Bd. 8 (1882))

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Dr. M. Scherer,

nur die Repräsentanten des Versicherten und nehmen die Ver-
sicherungssumme nur in ihrer Qualität als Erben kraft des
gemeinen, in Art. 1122 0. e. formulirten Rechts, nach wel-
chem man für sich und seine Erben ftipulirt. Die Erben sam-
meln die Rechte, welche sich in dem Vermögen des Verstorbe-
nen finden.
Zieht man noch weiter in Betracht, daß Laurent in
Bd. 15 No. 571 die Annahme der Offerte nach dem Tode des
Versicherten Seitens des Dritten für unzulässig erklärt, so geht
er noch weiter, als bis jetzt der Kassationshof gegangen ist.
Dieser hat sich bis jetzt noch nicht über die Zulässigkeit der ac-
ceptatio posthuma Seitens des bestimmt bezeichneten Dritten
und über die Frage, ob eine solche Annahme rückwirkende Kraft
habe, ausgesprochen.

Es ist klar, daß die Praxis des Pariser Kassationshofs
und die Theorie Laurent's das Institut der Lebensversiche-
rung in seiner Lebensfähigkeit trifft und einer Vernichtung des-
selben gleichkommt.
Was der oberste Gerichtshof zuläßt, ist nichts Anderes als
die Cession mit Umgehung der Denunciation, wenn z. B. der
Dritte bei Abschluß des Lebensversicherungsvertrags concurrirt.
3. Die Theorie Demolombe's.
Dieser Schriftsteller bespricht die Frage nicht ausdrücklich,
ihre Beantwortung ergibt sich jedoch aus seinen Abhandlungen
unzweideutig.
In seinem noch unvollendeten Werke, Cours de Code
Napoleon Bd. 20 No. 93 S. 89—92, Paris 1863, behandelt
derselbe bezüglich der Verträge zu Gunsten Dritter die Frage:
Ist die Annahme Seitens des Dritten nach dem Tode
des Eontrahenten noch zulässig?

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