Full text: Jahrbücher für die Dogmatik des heutigen römischen und deutschen Privatrechts (Bd. 24 = N.F Bd. 12 (1886))

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Dr. O. Bähr,

Danach war ich im Stande, in meiner neuen Schrift eine
völlig zutreffende Berichtigung der Iäckelschen Darstellung ein-
treten zu lassen. Meine Mitteilung über letztere entspricht
genau dem Protokolle, wie es mir damals vorlag. Nur
wenige ergänzende, ohne Zweifel richtige Zeitungsnotizen sind
hinzugefügt. Nach dem Erscheinen meiner neuen Schrift bat
ich nun weiter Herrn Koch, doch auch über diese einen Vor-
trag in der Juristischen Gesellschaft zu veranlassen, lediglich
zwecks objektiver Berichtigung der von Dr. Jäckel ver-
breiteten Unrichtigkeiten über das von mir Erstrebte. Derselbe
war auch hierzu bereit, und am 8. Mai d. I. erstattete Rechts-
anwalt Dr. Jakobi den von Herrn Koch veranlaßten Bor-
trag. Bereits am folgenden Tag stand in der „Post" folgendes
Referat:
„Rechtsanwalt vr. Jakobi erstattete Bericht über die Schrift des gegen
die Civilproceßordnung zu Felde ziehenden Reichsgerichtsrath a. D. vr. Bähr
„Noch ein Wort zum deutschen Civilproceß." Diese Schrift verdankt ihre
Entstehung einem angeblich falschen Zeitungsreferat über einen Vortrag des
Landrichters vr. Jäckel, welchen derselbe am 14. November v. I. in der
hiesigen Juristischen Gesellschaft gehalten hat und der eine kritische Besprechung
der ersten, „Die Civilprozeßordnung in ihrer praktischen Bethätigung" sich
betitelnden Schrift des vr. Bähr zum Gegenstand hatte, vr. Jakobi stellte
sich im Wesentlichen auf den Standpunkt des vr. Jäkel und hielt die gegen
die C.P.O., eine Musterleistung der Gesetzgebung, erhobenen Bedenken für
unbegründet."
Höchlich erstaunt über diesen Bericht, wandte ich mich an
Herrn Koch, mit der Bitte um Erläuterung, wobei ich be-
merkte, daß es mir ganz unverständlich sei, wie ein unter
seiner Leitung erstatteter Vortrag, welcher frühere Unrichtig-
keiten habe berichtigen sollen, lediglich erstattet sei, um neue
Unwahrheiten über mich zu verbreiten, wie dies namentlich
durch die Zurücksührung meiner Schrift auf „angeblich un-
richtige Zeitungsreferate" geschehe. Ich erhielt darauf sofort
von Herrn Koch folgende Antwort:

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