Volltext: Jahrbücher für die Dogmatik des heutigen römischen und deutschen Privatrechts (Bd. 26 = N.F Bd. 14 (1888))

346

Goldschmidt,

1. 8 § 6 eod. Et generaliter omnium obligationum
fideiussorem accipi posse nemini dubium est.
Vergl. Julian. 1. 16 § 3 eod.
Ulp. libro 22 ad Ed.
1. 27 § 1 D. de fideiuss. Praeterea si fideiussor
exstiterit fideiussori1) siue plures, aeque hic quoque
pertinebit ad eandem causam: in quorum persona aeque
locum habebunt ea, quae sunt a diuo Hadriano con-
stituta.
Die Stelle muß korrumpirt oder ganz gedankenlos ge-
schrieben sein. Mommsen bemerkt mit Recht h. 1., daß ge-
dacht ist nur an den Fall: si fideiussori exstiterint fide-
iussores plures. Es handelt sich, nach 1. 27 pr., um das auxi-
lium divisionis und es wird dort der Fall erörtert, daß von
mehreren fideiussores der eine nur betagt oder bedingt ver-
pflichtet ist. Wenn aber nur einem Hauptbürgen nur ein Nachbürge
hinzutritt, so greift ja, wie § 4 ausführlich erörtert wird, das
auxilium divisionis selbstverständlich nicht Platz; auch ist der
fideiussor fideiussoris weder betagt noch bedingt, sondern
pure obligirt, obwohl er natürlich nur belangt werden kann,
falls der Hauptbürge nicht zahlt (nicht: zahlungsunfähig ist)
— aber das Gleiche gilt ja auch vom Hauptbürgen, da dieser
durch Zahlung des Nachbürgen befreit ist. Nur unter meh-
reren Nachbürgen greift das aux. divisionis Platz. Die Basi-
liken XXVI 1, 27 haben daher auch ganz richtig nur:

i) Ohne Noth will Hasenbalg, Die Bürgschaft de- gemeinen NechtS,
S- 790 lesen: fideiussori». Di« Verwechselung mit dem Rückbürgen liegt
doch sehr ferne und der Dativ kann sehr wohl mit passiver Bedeutung,
nämlich im Hinblick auf den Hauptgläubiger, gebraucht sein. Ganz un-
statthaft ist die von V o e t, comment. 46,1 No. 22 und Dedekind, de
exceptione divisionis disquisitiones. Gottingae 1853, p. 58, 70, 71, ver-
theidigte Lesart der Vulgata: si fideiussor heres exstiterit fideiussori etc.

Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

powered by Goobi viewer