Full text: Jahrbücher für die Dogmatik des heutigen römischen und deutschen Privatrechts (Bd. 26 = N.F Bd. 14 (1888))

28 Prof. vr. I. Köhler,
pfähle««) sind pars fundi, fr. 17 § 11 de act. emt.
vend.
Hier bereits beginnt die Bedeutung des physischen Zu-
sammenhanges sich zu lockern. Die specularia und pegmata
gelten als portio aedium, auch wenn sie momentan zurück-
gelegt, in lempus detracta sind, fr. 12 § 25 de instr.
leg., und ebenso verhält es sich mit den tigna: de aedibus
deposita tigna ea mente, ut reponantur, aedium sunt,
fr. 83 § 5 de verb. oblig., mit den pali, fr. 17 § 11 de
act. emt. vend., und anderen Dingen, fr. 17 § 10 eod.:
ea, quae ex aedificio detracta sunt, ut reponantur, aedificii
sunt; es gilt insbesondere auch von den Ziegeln, welche einst-
weilen herabgenommen werden: aedificiis accedunt, fr. 18
§ 1 de act. emt. vend. Dagegen sind solche Dinge; welche
erst mit dem Gebäude verbunden werden sollen, nicht portio
aedium, solange die Verbindung nicht hergestellt ist, fr. 17
tz 10, fr. 18 § 1 de act. emt. vend., sie gehören höchstens —
unter den entsprechenden Umständen—zum instrumentum fundi,
fr. 12 § 19 und 25 de instr. leg.«1): Hier hat also der
physische Zusammenhang die Bedeutung, daß er nachwirkt,
auch sür die Zeit, in welcher er momentan gelöst wird; aber der
bloße Zweckzusammenhang genügt nicht, um die juristische Ver-
bindung zu bewirken, sofern nicht ein physischer Zusammenhang
vorhergegangen ist.
Im Gegensatz dazu stehen solche Dinge, welche gar nicht
zum physischen Zusammenhang bestimmt sind, aber trotzdem
kraft ihrer Zweckverbindung als portio aedium gelten. Solcher
Dinge kennt das römische Recht, da es das instrumentum

60) Zu den pali, perticae, pedamenta vinearum vgl. auch fr. 1 § 1
de tigno juncto ; über ridicae fr. 11 § 3 quod vi aut clam.
61) Vgl. fr. 16 § 1 eod.: palos perticas rastros ligones instrumenti
vineae esse.

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