Full text: Jahrbücher für die Dogmatik des heutigen römischen und deutschen Privatrechts (Bd. 26 = N.F Bd. 14 (1888))

Zur Lehre von den Pertinenzen.

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derselben Farbe, wie das Haus; daß sie daher peculiaris
Ltted sei als Ornament an der Hausfront; daß sie von
eoloffaler Größe und deßhalb nur als permanent Ornament
to the realty dienen könne. Ebenso wurde bezüglich einer
großen Sonnenuhr entschieden, welche gleichfalls auf einer
Basis seftftand. Hier wurde berücksichtigt, daß diese Sonnen-
uhr einen Standpunkt in freier Luft haben müsse und einen
festen und sicheren Standort; es wurde erwogen, daß dieselbe
von dem gleichen Materiale war, wie Statue und Haus, und
daß sie in jeder Weise der Loealität angepaßt toat 368).
In einer schottischen Entscheidung, in der Nurtdly Oastle
Gase (1870), handelte es sich um die erbrechtliche Ausscheidung
des Mobiliar- und Immobiliarvermögens. Der Musikraum
des Schlosses trug besondere Zier: Bilder und Spiegel
zierten Wände und Decke; aber sie waren nicht in Rahmen,
sondern sie bildeten the visible walls and roofs, sie waren,
wie Fresken oder Malereien an der Mauer selbst; darum Per-
tinenzqualität. Im Garten waren Vasen auf Postament, und
auf einem breiten Pfeiler eine Kolossalbüste der Minerva. Es
wurde nun erwogen, daß diese Ornamente speciell für ihren
Standort paßten, so daß sie, von ihrem Standorte weg-
genommen, einen verhältnißmäßig geringen Werth hätten und
für andere Anwesen ungeeignet seien; und bezüglich der Statue
heißt es, daß Pfeiler und Büste so für einander geschaffen
seien, daß ik the latter be removed the pillar would remain
a monstrosity, whilst a similar pillar would require to
be obtained to do justice to the Goddess of Wisdom if
removed to any other locality! Dagegen wurden die book-
eases der Bibliothek nicht als Fixtures betrachtet. Es
wurde dabei ausgeführt: wären die Buchschränke aneient,

369 Bei Brown p. 168, 169.

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