Full text: Volume (N.F. Bd. 2 = Bd. 27 (1873))

Bez. des O.-A.-G. Lübeck.

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mit auf Schadensposten, welche nicht zu ihrer Verantwortlichkeit
ständen, validirten, der auf sie kommende Antheil an jener Summe
sich verhältnißmäßig verringern würde, sie haben indessen in dem
seitens des Beklagten gemachten Vorbringen und in der Vorlegung
der Londoner Schadensrechnung nur eine Veranlassung erblickt,
ihren Klageantrag zu modificiren und zwar dies dahin, daß der
Beklagte zunächst verpflichtet werde, ihnen eine Berechnung dar-
über vorzulegen, wie viel von den, aus seine und ihre, der Kläger,
Betheiligung erhobenen £ 5000 auf sie, die Kläger, und resp.
auf ihn, den Beklagten, komme.
Der Beklagte hat die Zulässigkeit dieses modificirten An-
trages, in welchem nach seiner Auffassung eine wirkliche libelli
mutatio liege, bestritten und Zurückweisung desselben verlangt.
Das H andelsgericht hat diesem Verlangen entsprochen, nämlich
die Kläger Mit dem Ansprüche auf Auskehrung eines weiteren
Theils der mehrgedachten L 5000 angebrachtermaßen abgewiesen.
Es hat dabei erklärt, es sei die Sache der Kläger gewesen, mit
einer auf Grund der Londoner Schadensrechnung aufgemachten
Berechnung hervorzutreten, um zu zeigen, daß und in welchem
Umfange von den in London gezahlten £ 5000 ihnen ein Meh-
reres als die bereits erhaltenen £ 1000 gebühre.
Das Obergericht hat auf Appellation derKläger die Ver-
folgung des in Rede stehenden Streitpunkts seitens derselben in
dem vorliegenden Proceß für zulässig erklärt und in der Sache
selbst präparatorisch dahin erkannt, daß der Beklagte schuldig sei,
eine Abrechnung darüber beizubringen,
wie er die seitens der City of Buenos Ayres ihm ge-
machte a Conto Zahlung der £ 5000 zu verrechnen be-
absichtige und inwieweit demnach diese Zahlung nach
seiner Auffassung für andere von ihm erlittene Schäden
validire, als aus welche er von den Klägern Einschuß
erhalten, resp. Ersatz noch zu fordern habe.
Hiegcgen hat der Beklagte in gegenwärtiger Instanz Be-
schwerde geführt und Wiederherstellung des Handelsgerichts-
Erkenntnisses beantragt. Er gründet seine Beschwerde darauf,
daß es,
1. processualisch unstatthaft sei, den Klägern die Geltend-

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