Full text: Volume (N.F. Bd. 2 = Bd. 27 (1873))

Bez. des O.-A.-G. Lübeck. Art. 306, 402.

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den Versendern (gegen Kosten-Vergütung) wieder zu-
zuführen, sofern der Versender nicht innerhalb 14 Tagen
eine andere Disposition für Ablieferung der Güter er-
theilen sollte.
Damit stimmen ferner das Reglement für die Berlin-
Hamburger Eisenbahn vom Jahre 1862 § 57 pag. 46 sowie
das Reglement für den Vereins-Güterverkehr vom Jahre
1865 § 16 pag. 10 in allen wesentlichen Punkten überein.
Ist aber zufolge des Borbemerkten unter den hier vorliegenden
Umständen der Obligationsnexus zwischen dem Absender und dem
Frachtführer nicht erloschen, klagt mithin der Erstere resp. dessen
Repräsentant aus eigenem Recht gegen denselben aus Auslieferung
des seitens des Destinatair nicht angenommenen Frachtguts, so kann
selbstverständlich von Intention des letzteren wegen anderweitiger
Forderungen an den Destinatair keine Rede sein. Ob eS hier
des Beweises des den Braun u. Sprinzel an der Waare zuste-
henden Eigenthums bedurfte, oder ob schon der Beweis, daß A. Steiner
in Czernowitz für jene Firma verluden, genügt hätte, kann aus
sich beruhen) jedenfalls hat die Beklagte keine Ursache, sich über
diese Bestimmung des Beweissatzes zu beschweren. — — —
_____ ____--M.
Zu Art. 313, 382, 405, 409, 410, 41».
Zwei ausgestellte Ladescheine, deren Inhalt sich wider-
spricht. — Begrenztes Pfandrecht des Frachtführers
und des Spediteurs.
In Sachen H. Jllies Klägers e. Steuermann G. Micke vom
Elbschifffahrts-Contorschlepper Nr. 14 jetzt Drem H. Wex mand.
nom. desselben Beklagten.
Erkenntniß des Handels-Gerichts, 1. Abtheilung vom
19. Sept. 1878.
Wenn auch N. & Sohn in Dresden — die Ablader des
für den Kläger bestimmten Mehls — es gebilligt, oder sogar
veranlaßt haben sollten, daß Beklagter außer dem von dem
Kläger beigebrachten Ladeschein noch einen zweiten, den jetzt von
ihm beigebrachten, ausstelle, oder auch — wie es der Fall ge-
wesen zu sein scheint — in ein Duplicat des elfteren nachträglich

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