Full text: Volume (Bd. 24 (1872))

3. Handelsrechtliche Entscheidungen

3.1. Oesterreich

Handelsrechtliche Entscheidungen.
Oesterreich,
Mitgetheilt von vr. Hermann Blodig, o. ö. Professor am k. k. polytech-
nischen Institute zu Wien.
Art. 1.
Auf Grund des Art. 1 des Handelsgesetzbuches kann
durch angenommene Handelsgebräuche auch fremdes
geschriebenes Recht zur Entscheidungsquelle werden.
Entscheidung des österr. obersten Gerichtshofes v. 4. April
1871, Z. 3993 (Mg. österr. Gerichtszeitung S. 272
u. Gerichtshalle, S. 281).
Josef Dreusch suchte beim Triester Handels- und See-
gerichte aus Grund eines legalisirten Buchauszuges und Anbie-
tung des Ersüllungseides über die Lieferung verschiedener, zur
Ausrüstung eines Seeschiffes nöthigen Eisenwaaren, welche er vom
18. Januar bis 26. November 1870 während dessen Baues nach
Capo d'Jstria geliefert hatte, gegen den abwesenden griechischen Un-
terthan, Nikolaus Leonidas, und respektive gegen einen für ihn
auszustellenden Kurator, sowie gegen den dermaligen Eigenthümer
Franz Roser und gegen den Schiffskapitän Georg Schitzner zur
Sicherstellung der Forderung von 431 fl. das Verbot auf das
fragliche „Afrika" benannte Schiff an, welches ihm auch bewilligt
wurde.

*) Vgl. dieses Archiv Bd. III. S.45; Bd. IV. S. 285; Bd.V.S.223;
Bd. VII. S. 130; Bd. IX. S. 48; Bd. X. S. 177; Bd. XII. S. 151;
Bd. XIV. S. 321; Bd. XVII. S. 1 und Bd. XXI. S. 1.
Archiv für deutsches Handelsrecht. Bd. XXIV.

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