Full text: Volume (Bd. 21 (1871))

396 Bezirk des H.-A.-G. zu Nürnberg. Art. 271, Nr. 3.
sellschaft und dem D. auf 2054 Fl. sestgestellt, welche jene auch
alsbald an diesen ausbezahlte. Hiernach trat aber die K'sche Ge-
sellschaft gegen die N'sche auf Ersatz der vollen 2054 Fl., even-
tuell im Verhältnisse der beiden Versicherungssummen aus Ersatz
von 1155 Fl. klagend auf, weil die Versicherung bei der Gesell-
schaft N noch fortgedauert habe, dieselbe also zur Entschädigung
des D. verpflichtet gewesen sei und dieser nebstdem seine An-
sprüche gegen die N'sche Gesellschaft an die Gesellschaft K. abge-
treten habe. Beklagte bekämpfte dagegen die Rechtswirksamkeit
der Klage, weil D. im Hinblicke darauf, daß die Gesellschaft
zu K den D für sich bezahlt habe und dieser in Folge hievon
Nichts mehr zu fordern gehabt habe, keinerlei Anspruch an irgend
Jemand habe übertragen können. Ueberdies würde D jeden Er-
satzanspruch gegen sie um deßwillen verloren haben, weil er inner-
halb der festgesetzten Zeit Anzeige des Brandes, dann Vorlage
eines Verzeichnisses über gerettete, beschädigte und zu Grund ge-
gangene Versicherungsgegenstände an sie unterlassen habe, und
keinesfalls sei die Regreßforderung richtig berechnet, sondern müsse
sich nach Verhältniß der beiderseitigen Versicherungsgrößen und
des Werthsverlustes am Mobiliarvermögen des D viel niedriger
stellen. Das k. H.-G. erachtete die Vertheidigung der Beklagten
aus dem Gesichtspunkte der Unterlassung jener Anzeige und bezw.
Urkundenvorlage für durchgreifend und entband in Folge davon
die Beklagte von der erhobenen Klage; das k. Handelsappellations-
gericht legte jedoch mit Erk. v. 29. Septbr. 1868 der Klägerin
Beweis darüber auf, „welche der nach Police v. 3. März 1863
bei der N'schen Gesellschaft versicherten Gegenstände des D bei
dcm am 25. Oktbr. 1867 in dessen Behausung ausgebrochenen
Brande gerettet und welche davon durch diesen vernichtet oder
beschädigt worden seien, dann wie groß der Werth dieser Gegen-
stände zur Zeit des Brandunglückes gewesen sei u. bezw. um wie
viel dieselben durch die erlittene Beschädigung an ihrem Werthe
verloren haben."
In den Gründen dazu ist Folgendes angeführt:
Die verklagte Gesellschaft hat gegen die Gültigkeit der Ueber-
tragung der Rechte des D. an die Klägerin eingewendet, daß
eine solche gar nicht habe stattfinden können, da die Klägerin dem

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer