Full text: Volume (Bd. 6 (1865))

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Abhandlungen.

und Barch. Dieß ist zur Kenntniß der Repräsentanten der
neutralen Mächte, welche am Hofe Sr. Majestät accreditirt
sind, gebracht worden, und diese Mittheilung wird allen
Schiffen überliefert werden durch die Lootsen, deren Bei-
stand von denselben bei der Passage durch den Sund oder
die Belte verlangt werden wird. Marine-Ministerium,
Kopenhagen den 8. März 1864. O. Lüttken."
Erst nach der Abfahrt des Schiffes erhielt Th. Lund ein Telegramm
des Abladers, welches den Wunsch enthielt, daß das Schiff nach
Stettin gehen solle; da dieß nun dem Schiffer nicht mehr mitgetheilt
werden konnte, so mußte sich Th. Lund damit begnügen, den vom
Ablader bezeichneten Empfänger der Ladung K. in Stettin von dem
Abgänge des Schiffs nach Danzig zu unterrichten. Nach dem Copir-
buche des Th. Lund geschah letzteres am 14. März.
Bei der Ankunft des Schiffes in Danzig meldete sich der dortige
Kaufmann W. als Inhaber des auf ihn indossirten Connossements,
welcher aber den Empfang der Ladung verweigerte, und vom Schiffer
forderte, daß er dieselbe nach Stettin bringe, wo der von ihm (als
Beauftragten) nur vertretene Empfänger Kaufmann M. in Magde-
burg die Ladung abnehmen werde. Bei der Weigerung des Schiffers,
diesem Ansinnen Folge zu leisten, ließ W. Protest erheben, nahm
edoch demnächst in Folge einer Uebereinkunft mit dem Schiffer die
Ladung mit Vorbehalt in Empfang, nachdem er seinerseits die Fracht
beim Consul R. deponirt hatte. Nunmehr klagte der Schiffer beim
Commerz- u. Admiralitäts-Collegium in Danzig gegen W. auf
Zahlung resp. Verabfolgung des als Cautiou deponirten Betrags,
wogegen der Verklagte diesen Anspruch bestreitend rseonveuienäo
vom Kläger Ersatz der auf 796 Thlr. 25 Sgr. berechneten Kosten
forderte, welche durch einen Transport der Ladung auf der Eisenbahn
nach Stettin entstehen würden, oder aber, wenn dieß deßhalb für
unstatthaft erachtet werden sollte, weil ein solcher Transport in Wirk-
lichkeit nicht stattgefunden habe, die Erstattung der auf 1193 Thlr.
12 Sgr. berechneten Preisdifferenz der Waare in Danzig resp.
Stettin nach Abzug der bei einer Löschung in Stettin bedungenen
Mehrfracht als des dem Empfänger entgangenen Gewinns.
Abgesehen von den thatsächlichen Streitfragen darüber, ob und
welche Ordre der Schiffer bei Th. Lund in Helsingör erhalten habe,

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