Full text: Volume (Bd. 6 (1865))

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Abhandlungen.

gegeben hat, so ist man doch, um nicht den Hauptzweck des ganzen
Gesetzes, die Conformität in den Bestimmungen aller seefahrenden
Nationen, zu vereiteln, über dergleichen Bedenken um so eher hinweg-
gegangen, als so wenig die preußische Regierung, wie die übrigen
Seestaaten mit den nunmehr vereinbarten Bestimmungen die be-
treffende Gesetzgebung für abgeschlossen erachtet, vielmehr eine von
Zeit zu Zeit zu wiederholende Revision und event. Abänderung auf
Grund der fortschreitenden Erfahrungen seemännischer Praxis aus-
drücklich Vorbehalten haben.*) Wie sehr die Ansichten und Erfah-
rungen auf diesem Gebiete sich ändern, ergibt, um nur Ein Beispiel
zu wählen, schon die Thatsache, daß, während noch vor wenigen Jahr-
zehnten Meno Pohls**) die Versicherung, auf vier Seereisen nie-
mals ein Licht auf Schiffen in der See bemerkt zu haben, geben
konnte und die Führung einer Nachtlaterne nicht für allgemein ge-
bräuchlich, ja, sogar wegen der Möglichkeit einer Verwechslung mit
Leuchthürmen und Feuerschiffen, den Gebrauch der Laterne für ge-
fährlich erklärte, nunmehr die Führung von Signallichtern überall
üblich und auch durch das neue Gesetz wieder in weiterer Ausdehnung
vorgeschrieben ist.

*) Vgl. den Bericht der Commission (des preuß. Abg.-Hauses) für Handel
und Gewerbe, betreffend die provisorisch erlassene Verordng. vom 23. Juni 1863
wegen Verhütung des Zusammenstoßes der Schiffe auf See — vom 16. Dec.
1863 (Berichterstatter: Abg. Roepell).
**) A. a. O. S. 794. 795.

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