Full text: Volume (Bd. 6 (1865))

6.13. Zur Lehre des Commissionshandels : Excurse zum 3. Titel des 4. Buchs des allg. deutsch. H.-G.-B.

xin.
Zur Lehre des Commissionshandels.
Excurse zum 3. Titel des 4. Buchs des allg. deutschen H.-G.-B.
Von Herrn App.-Rath a. D. Ackermann zu Dresden.

81.
Die Geschichte des Commissions-Handels
ist kürzer, als die des Handels, denn er ist ein Kind dieses letzteren
und des späteren Bedürfnisses. Meno Pöhls bezeichnet dieß in
seiner „Darstellung des gem. deutsch. Handelsrechts," 1 Bd., § 110,
S. 248 sehr klar mit den Worten: „Sobald der Handel aushörte,
ein Geschäft zu sein, welches durch den Kaufmann in Person, oder
durch die ausschließlich in seinen Geschäften arbeitenden Personen
betrieben werden konnte, sobald namentlich die vermehrten Beziehun-
gen zum Auslande es unmöglich machten, daß der Kaufmann aller
Orten Hinreisen konnte, um seine Geschäfte zu besorgen, war wohl
nichts natürlicher, als daß er sich nach Mittelspersonen umsah, die
ihn an entfernteren Plätzen repräsentirten und sein Interesse wahr-
nahmen und es konnte nicht fehlen, daß sich bald Leute darauf legten,
ausschließlich die Geschäfte Anderer zu besorgen." Mit der Specula-
tion, fremde und billige Maaren von fernen Orten zu beziehen oder
die im Ort und Lande erzeugten Maaren auf ferneren Plätzen besser
zu verwerthen, emancipirte sich der locale Handel, überschritt Grenzen-
Länder und Meere, haftete aber Anfangs immer noch an dem Kauf-
herrn und seinen Leuten, welche die Reisen noch in Person über-
nahmen und momentane Commanditen in der Ferne aufschlugen.
Doch fand man dieß bald kostspielig- zeitraubend und unbequem.

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