Full text: Volume (Bd. 6 (1865))

6.9. Kauf auf Probe. Zurücksendung der nicht genehmigten Waare durch den Kauflustigen. Haftung desselben für die auf dem Transporte geschehene Beschädigung der Sache

Kauf auf Probe. Zurücksenduyg der nicht genehmigten Waare rc. 251
in ihr Gebiet, oder dadurch, daß innerhalb desselben ein die Waare
betreffender Rechtsstreit anhängig gemacht wird, Veränderungen im
Eigenthum der Waare erzeugt würden. Fällt also das Resultat jener
Prüfung dahinaus, daß der Verkäufer auch nach bewirkter Absendung
der Waare Eigenthümer derselben geblieben sei, so fallen alle späteren
Acte, aus welchen der Uebergang in das Eigenthum des Käufers her-
gleitet werden möchte, unter die Herrschaft des in Warschau geltenden
Rechts, ohne Rücksicht auf den Ort, wo jene Acte vorgenommen wer-
den, wie auf die Personen und deren Wohnort, welche etwa als
Repräsentanten der Betheiligten dabei mitgewirkt haben, wie endlich
auf die in Thorn über die Waare verhängten Arreste und die dadurch
verursachte Unterbrechung der Weitertransports.

IX.
Kauf auf Probe. Zurücksendung der nicht genehmigten
Waare durch den Kauflustigen. Haftung desselben für die
aus dem Transporte geschehene Beschädigung der Sache.
!
Von Herrn Kreisrichter Voig tel in Burg.

Am 20. August 1864 trafen der Jnstrumentenhändler M. in
Berlin (Kläger) und der Musikus R. in Burg (Beklagter) folgendes
Abkommen:
Kläger versprach dem Beklagten ein neues Tenorhorn zum
Preise von 22 Thlr. nach Burg zu schicken. Beklagter
wollte es dort probiren. Wenn es ihm gefiele, und von ihm
preiswürdig gefunden werde, so wollte er es zu dem ange-
geführten Preise kaufen und behalten.
Beklagter hat hierauf das Horn in gutem und unversehrtem
Zustande zugesendet erhalten. Da es ihm aber bei der angestellten
Probe nicht gefiel, so schickte er es mittels Schreibens vom 6. Sept.
1864 dem Kläger per Eisenbahn zurück. Er hatte zu dem Ende das
damals noch in gleich gutem Zustande befindliche Horn in

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