Full text: Volume (Bd. 3 (1864))

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HandelSgebräuche beim Getreidehandel in Danzig.

wärtigen abgeschloffene Käufe — Th öl, H.-R., tz 67 und die das. Note 2
allegirten Schriftsteller —) und verborgene Mängel ausgedehnt.
§ 9. Üerschicdenhsit der Ladung eines Stromfahrzeuges. .
Ergibt sich bei der vertragsmäßigen Ablieferung des Getreides
aus dem Stromfahrzeuge auf den Speicher oder an Bord des Schiffes
oder Leichterfahrzeuges bei der Abnahme desselben, daß sich in dem
Stromfahrzeuge Getreide von geringerem Gewicht oder geringerer
Qualität oder in beschädigtem Zustande befindet, welches oben im
Stromfahrzeuge nicht wahrzunehmen war, so kommen für diesen Fall
die Bestimmungen der §§ 7, 10 und 12 zur Anwendung.
Diese Vorschrift versteht sich m. E. von selbst. Bei ungleicher Beschaffenheit
des abzunehmenden Ganzen kann die Probe nicht blos von einem Theil desselben
genommen werden, sondern es findet das bei Qualitätsdifferenzen überhaupt
nachgelassene Verfahren statt.
§ 10. Mehr- over Mindergewicht.
Werden gegen die Qualität Ausstellungen erhoben, welche das
holl. Gewicht betreffen, so wird Letzteres zuvörderst auf gemeinschaft-
liche Kosten festgestellt (§ 7). Ergibt sich dabei ein Mindergewicht
von mehr als l1/* Pfund bei Partieen aus dem Wasser oder vom
Lande, resx. von mehr als 1 Pfund bei Partieen vom Speicher, so
ist der Käufer die Annahme des Getreides zu verweigern und auf
anderweitige Erfüllung des Vertrages zu bestehen berechtigt. Beträgt
das Mindergewicht weniger als obengenannte Differenzen: von
lx/a Pfund resp. 1 Pfund, so ist Verkäufer verpflichtet, dem Käufer
a) falls das Getreide gemessen werden soll
bei V2 Pfund Mindergewicht 3/8 Scheffel pro Last,
tt 1 tt tt 1 tt tt
tt V2 „ tt 2 „ n
b) falls das Getreide vermögen werden soll
bei 1 Pfund Mindergewicht l»/„ 1 ^
n /2 tt „ " /0 *
zu vergüten. Bei den auf Gewicht geschlossenen Verkäufen bleibt eine
Differenz von 1[2 Pfund unberücksichtigt.
Eine Vergütung für Mehrgewicht Seitens des Käufers findet

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