Full text: Volume (Bd. 2 (1864))

36. Unter welchen Bedingungen braucht der Besteller die ihm nach einer bestimmten Lieferungszeit zugesendeten Waaren nicht anzunehmen?

XXXIV.

Unter welchen Bedingungen braucht der Besteller die ihm
nach einer b e st i m m t e n Liesernngszeit zugesendeten
Waaren nicht anzunehmen?
Mitgetheilt vom Herrn Appellationsgerichtsrath Rebling in Eisenach.

Nach der Klage haben von dem Fabrikgeschäfte der Kaufleute
W. und Sch. zu H. die Beklagten, Schnitthändler M. und H. K. zu
E., am 20. September 1862 76*/* Brab. Ellen Stoff h 21 gl. zuge-
sendet erhalten. Dieser Preis, wird behauptet, sei im Allgemeinen
zwischen der Klägerschaft und den Beklagten vereinbart, zugleich aber
insbesondere bestimmt worden, daß mit Rücksicht auf die besonders
theuren Farben, für ächt Dahlia und Azurin blau ein Aufschlag von
2 gl. pro Elle Dahlia und D/2 gk- pro Elle Azurin blau eintreten
solle. Es wird daher gefordert:
53 Thr. 11 gl. - Pf. Velours
1 „ 20 „ — „ Aufschlag für 50 Ellen ächt Dahlia
1 „ 8 „ — „ „ „ „ „ Azurin blau
56 Thlr. 9 gl. — sum.
Die Beklagten excipirten, sie hätten im Monat Juli 1862 bei
dem Mitkläger Sch. auf vorgelegte Proben 1j2 Stück braun, 1/2 Stück
Dahlia und */2 Stück Azurin, zusammen 3/2 Stück Velours facon-
n6 für den in der Klage angegebenen Preis bestellt, aber unter der
Bedingung, daß ihnen diese Waaren im August 1862 geliefert
würden. Sch. habe diese Bedingung angenommen, diese Annahme
auch dadurch thatsächlich erklärt, daß er im Commissionsbuche der
M. und H. K.'schen Handlung niedergeschrieben habe:
W. und Sch. zu G. V2 Stück braun
1/2 „ Dahlia
V2 „ Azurin
3/2 Stück Velours

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