Full text: Volume (Bd. 2 (1864))

Anwendbarkeit der Verjährung im Art. 349 u. ff. d. Handelsgesetzbuchs rc. 381
Daß die letztgedachte Bedingung hier vorliege, hat Be-
klagter nicht einmal angedeutet.
3. Wenn nun aber auch dem Verklagten rücksichtlich der be-
haupteten schlechten Qualität des Hopfens die Beweispflicht
obliegt, so ist es nicht zu bestreiten, daß er derselben auch
völlig genügt habe.
a. Der Kläger hat Bl.... unter Ziff. 4 zugestanden, daß er
den Hopfen zurücknehmen wolle, wenn er nicht gut sei.
b. Der klägersche Anwalt hat den vom Beklagten an Ge-
richtsstelle gebrachten, mit I. 0. W. <*,. 215. 1861. ge-
zeichneten Sack Hopsen mit den darauf befindli-
chen Zeichen anerkannt, nicht aberden Inhalt desselben.
Es ist jedoch die Identität des in dem Sacke noch befind-
lichen Hopfens mit dem gesendeten durch die überein-
stimmende Aussage von vier Sachverständigen erwiesen,
welche constatiren, daß sich der Hopfen im Sacke noch in
der Originalverpackung befinde.
Vgl. die Sachverständigen Br., B., L. und S.
6. Die Sachverständigen B., L., E. und St. bekunden, daß
der fragt. Hopfen nicht gut sei.
Ersterer gibt an:
„Der mir vorgelegte Hopfen kann zum Bierbrauen nicht
verwendet werden, wenigstens dann nicht, wenn man
ein gutes und klares Bier erlangen will."
L. sagt:
„Ich weiß nur, daß der mir vorgelegte Hopfen zur Be-
reitung eines guten und klaren Bieres nicht ge-
eignet ist."
E.:
„Ich sehe, daß dieser Hopfen unbrauchbar ist."
St.:
„Ich halte diesen Hopfen nicht für völlig unbrauchbar
zum Bierbrauen, bei Lagerbieren halte ich seine Ver-
wendbarkeit für ausgeschlossen, und bezweifle nament-
lich, ob sich damit ein gutes, klares Lagerbier Herstellen
läßt."
Daß nun ein solcher Hopfen, bei dessen Anwendung ein

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