Full text: Volume (Bd. 2 (1864))

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Literarische Umschau auf dem Gebiete des Handelsrechts.

fugnisse. § 86. Die Gesellschaftsgläubiger und deren Rechte bei der
Liquidation. § 87. Die Rechte der Actionäre bei der Liquidation, —
die Verkeilung des Gesellschaftsvermögens. § 88. Der Abschluß der
Liquidation, ß 89. Die Verantwortlichkeit der Liquidatoren. Anhang.
§ 90. Die zeitlichen Gränzen der Gesetzgebung in Anwendung auf Actien-
gesellschaften.
Etwas zum Lobe dieses nach der Ansicht des Referenten in jeder
Hinsicht ausgezeichneten Werkes zu sagen, würde in der That überflüssig
sein, da dasielbe sich selbst loben und empfehlen wird; auch erachtet sich
Referent dem berühmten Verfasser und dem schwierigen Stoffe gegenüber
zu irgend einer Kritik als incompetent, und vermag nur zu sagen, daß er
es mit dem größten Interesie gelesen und in ihm eine große Bereicherung
der Literatur gefunden hat.
15. Handbuch des österreichischen Handelsrechts. Mit be-
sonderer Rücksicht auf das praktische Bedürfniß
bearbeitet von Dr. Moritz von Stubenrauch, Rit-
ter rc. ordentlichen Professor des österreichischen Handels- und
Wechselrechts rc. Wien 1863 bei Fr. Manz gr. 8. Mit
Sachregister 579 S. 3 4/6 Thlr.
Der Herr Verfasser begrüßt in dem Vorworte das allgemeine
deutsche Handelsgesetzbuch mit den Worten, daß mit der Einführung des-
selben in Oesterreich auf einem der wichtigsten Gebiete des Verkehrslebens
ein geordneter Rechtszustand herbeigeführt und dem bisher auf demselben
herrschend gewesenen Particularismus ein Ende gemacht worden sei.
Dann fährt er fort: „Bestimmte, den Bedürfnisien und Gewohnheiten des
Handelsstandes entsprechende Anordnungen sind an die Stelle absoluter,
den Anforderungen der Jetztzeit nicht mehr genügender, durchaus lücken-
hafter Normen getreten. Die neuen Vorschriften dem allgemeinen Ver-
ständnisse näher zu rücken, die Begründung derselben aus dem reichhalti-
gen Schatze der protocollarischen Aufzeichnungen vor Augen zu legen, die
Anknüpfungspunkte mit dem bisherigen Rechte ersichtlich zu machen, war
die Aufgabe, welche ich mir beh der Abfassung des vorliegenden Hand-
buches gesetzt habe."
Aus den letzten Worten ergibt sich die Aufgabe, die sich der Herr
Verfasser gestellt und Referent bekennt seiner Ueberzeugung gemäß gern,
daß er dieselbe vollständig gelöst hat.
Daß zu einem Werke vorliegender Art der Herr Verfasser vorzugs-
weise berufen war, dafür spricht schon der Umstand, daß er die Professur
des österreichischen Handels- und Wechselrechts seit Jahren bekleidet,
und daß seine Leistungen auf diesem Gebiete jedem Rechtsverständigen
bekannt sind.

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