Full text: Volume (Bd. 2 (1864))

128 Beitrag zu Erklärung der Art. 47. 49. 52 und 55 des
Letzteren unterm 2. Bunt an ihn in dem unter A. beifolgenden Briefe
geschrieben, daß sie den ihnen ertheilten Auftrag für den bedungenen
Kaufpreis nicht ausführen könnten, sondern einen höheren Preis ver-
langten. Er habe jedoch in dem von ihm unterm 10. Juni an die Be-
klagten gerichteten, von diesen am 11. ej. m. in Empfang genom-
menen, sub B abschriftlich beigefügten Schreiben auf Lieferung der
bestellten Maaren unter den mit der Beklagten Reisenden abgeschlos-
senen Kausbedingungen bestanden, die Beklagten aber die Verweige-
rung der Lieferung schriftlich wiederholt und den Auftrag in Wirklich-
keit unausgeführt gelassen.
Weiter bemerkt der Kläger, er habe bei rechtzeitiger Lieferung
der bestellten Waare, von welcher das Stück nicht unter 60 berliner
Ellen zu halten pflege — ein Maß, welches übrigens bei allen Han-
delsgeschäften über dergleichen Fabricat angenommen werde — na-
mentlich mit Rücksicht darauf, daß die Baümwollenpreise bei Ablauf
der Lieferzeit (wie Beklagte in dem Briefe sub A selbst anerkannt)
erheblich gestiegen und deshalb die Nachfrage nach Waare, wie der
bestellten, eine besonders starke gewesen, so daß an denjenigen Orten
Baierns, nach welchen er, Kläger, Handel treibe und namentlich auch
in Augsburg dergleichen und ähnliche Waare mit einem Mindest-
nutzen von 21/2 Thlr. für das Stück bei Ablauf der stipulirten Liefer-
zeit zu verkaufen gewesen sein würde, auch in Wirklichkeit von anderen
Handelshäusern in Augsburg und an anderen Orten Baierns, nach
welchen auch er Handel treib, verkauft worden sei, so wie in Be-
tracht der Zahl und Beträge der sowohl zn jener Zeit, wie im Lause
des Jahres 1862 von ihm abgeschlossenen und effectuirten Verkäufe
von solcher Waare, wie der in Rede stehenden, in Betracht endlich
des in seinem Geschäfte überhaupt, in diesem und vorigen Jahre statt-
gefundenen und erfolgten Waarenumsatzes, einen sicheren Verkauf der
gesammten bestellten Quantität Waare mit dem gedachten Nutzen
erwarten können, daher sehe er sich, da ihm dieser Gewinn von
110 Thlr. durch der Beklagten Verschulden entgangen, zur Klagan-
stellung gegen dieselben genöthigt.
Kläger forderte von den Beklagten unter Eidesantrag über die
Klage und deren Beifügen A und B. jedoch was die Klage betrifft,
mit Ausnahme des Passus von den Worten „er hebe bei rechtzeitiger
Lieferung — bis: mit dem gedachten Nutzen hätte erwarten können"

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