Full text: Volume (Bd. 20 (1871))

Königreich Preußen. Art. 357. 324. 342.

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1866 am 18. Mai 140 Sack, 50 Pfd. L1 Thlr. 10 Sgr. 3 Pf.
mit einem Nettogew. von 19855 Pfd.,
9. Juni 180 Sack, 50 Pfd. ä ITHlr. 11 Sgr.3Pf.
mit einem Nettogew. von 19710 Pfd.,
daraus durch Frachtvorlage, in Wechseln und baar zusammen
1879 Thlr. 2 Sgr. 9 Ps. gewahrt erhalten habe, und verlangte noch
110 Thlr. 9 Sgr. 7 Pf. mit 6 pCt. Zinsen seit 9. Juli 1866.
Verklagte entgegnete:
1) Jene Lieferungen seien gemacht auf das Geschäft vom
26. April 1866, und Klägerin müsse sich 8 Thlr. 9 Sgr. 9 Pf.
abziehen lassen, weil bei Ankunft des Hafers in Unna beziehentlich
Mühlheim
bei der ersten Post 65 Pfd. = —■ Thlr. 27 Sgr. 2 Ps.,
bei der zweiten Post 126 Pfd. ----- 3 Thlr. 13 Sgr. 6 Ps.,
bei der vierten Post 144 Pfd. ----- 3 Thlr. 29 Sgr. 1 Pf.
gefehlt hätten. Es sei aber auch von ihr
2) mit der Klägerin noch ein anderes Geschäft gemacht und
folgendermaßen in ihr Commissionsbuch eingetragen:
2. Mai 1866. R. u. W. aus Erfurt verkauften uns 4 Waggon
weißen Hafer, bairische Waare, freie Bahn hier, 1 Thlr.
10 Sgr. 3 Ps. per 50 Pfd., gegen Einmonat-Accept und
zu verladen bis 20. Juni.
Diese Lieferung von 4 Waggons, gleich 400 Centner, hätte
bei dreitägiger Fahrzeit spätestens Mitte Juni in Unna anlangen
müssen, sei aber von der Klägerin trotz wiederholter Erinnerungs-
schreiben vom 9. und 16. Juni nicht effectuirt. Sie hätte um
jene Zeit und später während des ganzen Juli 1866 mit leichter
Mühe in Unna den Hafer zu 1 Thlr. 16 Sgr. per 50 Pfund
verwerthen können, sei sogar in Folge eingegangener Verpflichtungen
genöthigt gewesen, schlechtere Waare zu diesem Preise anzuschaffen.
Durch die Nichterfüllung Seitens der Klägerin habe sie also einen
Schaden von 5 Sgr. 9Ps. per 50 Pfd., im Ganzen von 153 Thlr.
10 Sgr. erlitten und es werde dieserhalb nicht blos gegen die
Klageforderung compensirt, sondern auch reconveniendo Zahlung
von 51 Thlr. 10 Sgr. 2 Pf. beansprucht.
Von der Widerbeklagten ist
zu 1) das bestrittene Gewichtsmanco für unwesentlich erklärt,

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