Full text: Volume (Bd. 23 (1871))

Bezirk des O.-A.-G. zu Lübeck. Zum vierten Titel rc. 4i>
machen würden, daß sie aus dem ihnen von den Klägern ertheilten
Speditionsmandat nicht mehr belangt werden könnten, sie viel-
mehr dieses Mandat ordnungsgemäß ausgesührt hätten;
da ferner, wenn die angegebene Behauptung der Beklagten
begründet sein sollte, Kläger auch nicht mehr zu einer Vindicatiou
berechtigt sein würden, S. vielmehr vor Eröffnung des Concurses
das Eigenthum der Waare erworben haben würde, indem der den
Beklagten von S. ertheilte Auftrag, die Waare für seine Rech-
nung zu verpfänden, den Auftrag, die Waare für ihn und als
sein Eigenthum in Besitz zu nehmen, involvirt haben würde und
Beklagte daher nach den hierorts von dem Eigenthumserwerb
durch einen Bevollmächtigten geltenden, gemeinrechtlichen Bestimm-
ungen —
vgl. das oben citirte Erkenntniß Brasselmann und Sohn
gegen Faber —,
wenn nicht schon früher, jedenfalls in dem Augenblick, in welchem
sie die Verpfändung Vornahmen, das Eigenthum an der Waare
für S. erworben haben würden;
da unter derselben Voraussetzung aber auch den Klägern das
Berfolgungsrecht des Absenders abgesprochen werden müßte, indem
auch hier wiederum, wenn nicht früher, jedenfalls in dem Augen-
blick, in welchem die Waare dem Vorschußgeber überliefert wurde,
dieselbe aufhörte, unterwegs zu sein und mit diesem Augenblick,
wie nach den in England von der stoppage in transitu gelten-
den Grundsätzen
vgl. Neues Archiv für Handelsrecht 1. e. S. 298 unter
12 und 13—,
so auch nach hiesigem Recht —
vgl. Erkenntniß des Obergerichts in S. D«s Schröder
m. n. gegen Ludwig Knop und Comp, vom 20. Juni
1862 —
das Verfolgungsrecht des Absenders erlischt;
da nun aber Kläger die auf die Verpfändung der Waareu
bezüglichen Angaben der Beklagten bestreiten und Beklagte, wenn
diese Angaben nicht begründet sein sollten, jedenfalls nur wegen
der aus diese Waare entstandenen Spesen, nicht aber wegen dev
ihrer Behauptung zufolge ihnen noch anderweitig zustehenden For-

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