Full text: Volume (Bd. 23 (1871))

Bezirk des O.-A.-G. zu Lübeck. Art. 367. 380 re.

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nach der Ankunft der Waare der klägerische Procurist hier zur
Stelle war (s. den Klagantrag), wogegen sodann dem Kläger der
Nachweis seiner Angaben nachzulassen ist, daß die Gebinde zu
hoch über einander geschichtet aus einem dem Luftzug ausgesetzten
Boden gelagert worden und daß solche Aufbewahrung den Verlust
an der Waare ganz oder theilweise verursacht habe,
und wegen des einen leer geleckten Fasses die Sache nicht
anders liegt indem der dem Kläger principaliter obliegende Be-
weis zugleich den Inhalt solchen Gebindes trifft und nur der
Exculpationsbeweis hier etwas stricter zu fassen sein wird,
während es sich empfiehlt über den Werth des Manquo das
Beweisversahren erst nach erledigter Vorfrage über die Ersatzver-
bindlichkeit zu instruiren:
daß — — — — — — — —
und in der Sache selbst:
daß Kläger den Beweis:
daß die fraglichen 125 Fässer bei ihrer Löschung durch
die Beklagten ca. 31,250 Psd. brutto oder wie viel
mehr doch als 26085 Psd. brutto gewogen haben
Beklagte aber in Betreff des nachgewiesenen Manquo den
Beweis:
daß und in wie weit der Manquo (namentlich auch an
dem einen leer angebotenen Gebinde) entstanden sei durch
gewöhnliche Leccage, durch die Natur der Waare, durch
äußerlich nicht erkennbare Mängel der Verpackung oder
durch eine zweckwidrige Beschaffenheit der gesammten
verwendeten Fässer,
vorbehältlich Gegenbeweises hinc inde, für den Kläger na-
mentlich dahin:
daß und in wie weit der Manqno verursacht sei dadurch
daß die Fässer hoch über einander geschichtet auf einem
dem Lustzug vollständig ausgesetzten Boden gelagert
worden und daß die geschehene Art der Aufbewahrung
der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes nicht ent-
spricht,
innerhalb 14 Tage bei Verlust der Beweisführung anzu-
treten.
Archiv für deutsches Handelsrecht. Bd. XXIII

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