Full text: Volume (Bd. 23 (1871))

172 Bezirk des O.-A.-G. zu Lübeck. Art. 306. 649 re.
ungAl des Verfolgungsrechts des Absenders ohne alle rechtliche
Wirkung ist und daher die Zeit der beklagtischen Annahme der
Waare vom Quai, welche später fällt, in der fraglichen Beziehung
nicht maßgebend sein kann,
3. auch die objectiven Voraussetzungen eines den Litisdenun-
ciaten zuständigen Verfolgungsrechts völlig angemessen und nament-
lich auch in Uebereinstimmung mit den desfallsigen Bestimmungen
des für die Litisdenunciaten maßgebenden Englischen Rechts —
vgl. Neues Archiv für das Handelsrecht III pag. 296 — in dem
beklagtischen Beweissatz sub 1 bezeichnet worden,
da aber
4. die bona fides des A. beim Erwerb des Connossements
anlangend, dieselbe einer nicht weniger strengen Beurtheilung zu
unterziehen ist, wie die des Klägers selbst, so daß es nicht allein
darauf ankommt, ob Ersterer damals die in dem beklagtischen
Beweissatz sub. 1 ausgeführten Thatsachen wirklich gekannt hat,
sondern auch darauf, ob er nicht die Epistenz dieser Thatsachen
den Umständen nach hätte annehmen müssen und demnach der
Beweissatz des Erkenntnisses a quo sub 2, wie aus dem decisi-
ven Theil dieses Erkenntnisses ersichtlich, auch hinsichtlich der
nachzuweisenden mala fides des Klägers entsprechend abzuän-
dern ist:
daß das angefochtene Erkenntniß des Handelsgerichts vom
7. 'November v. I. unter Verwerfung der klägerischen
so wie der weitergehenden litisdenunciatischen Beschwerde-
sührung zwar im Uebrigen zu bestätigen, auf Grund der
litisdenunciatischen Beschwerdeführung aber der den Be-
klagten in dem gedachten Erkenntnisse vorbehaltene Be-
weis sub 2 dahin abzuändern:
daß A. als demselben das Connossement von W.
übertragen wurde die unter 1 ausgeführten Thatsachen
gekannt habe oder doch deren Existenz den Umständen
nach habe annehmen müssen und dieses — nämlich
daß A. zu dem bezeichneten Zeitpunkte die unter 1
aufgeführten Thatsachen gekannt habe oder doch deren
Existenz den Umständen nach habe annehmen müssen
— der Kläger, als demselben das Connossement von

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer