Full text: Volume (Bd. 23 (1871))

Bezirk des O.-A.-G. zu Lübeck. Art. 64. <)
auch nach § 1 des Provisorischen Gesetzes vom 24. Septbr. 1869*
dasselbe Inhalts des § 126 der Gewerbeordnung für den Nord-
deutschen Bund auf Werkmeister in (Bilder —) Fabriken keine
Anwendung findet),
da wenn ferner nach abgeschlossenem Engagement der Prin-
cipal den Angestellten ohne genügende Gründe wegweist, die dem
letzteren zu gewährende Entschädigung für den Contractbruch zu
leisten ist, ohne daß derselbe während der Dauer, welche.der Aus-
rechnung der Schadensforderung zu Grunde gelegt wird, dem
widerwilligen Principal zur Disposition zu stehen brauchte, weil
der Dienstherr, welcher eigenmächtig den in seine Dienste Ge-
tretenen vor der contractmäßigen Zeit entläßt, für die Zukunft
auf die Dienste des Entlassenen, verzichtet
cf. Erkenntniß des O.-A.-G. zu Rostock in Seuffert, Bd.
XVII, Nr. 239 p. 375 flg.
auch der Beklagte sich auf die Offerte in Anl. B nicht zur Wieper-
anstellung des Klägers bereit erklärt hat, ausgesprochene und
durch Anstellung der Klage angenommene Verzichte aber keiyes-
wegs nachträglich widerruflich sind
cf. Sintems Civilrecht, § 25, 14
da aus der Uebereinstimmung rc.--
da wenn der Beklagte sich zur unentgeltlichen Entlassung des
Klägers berechtigt erachtet, weil der Kläger Pflichten übernommen
habe, welche er zu erfüllen nicht im Stande sei, es zwar richtig
ist, daß der Vermiether von Diensten auch dafür einsteht, daß er
die Fähigkeiten zu welchen er sich ausdrücklich oder stillschweigend
bekannt hat wirklich habe
1. 9, § 5 D. 19. 2 locati conducti
Windscheid, Pandecten § 401, 3
es indessen nicht richtig Erscheint, nach den Zeugnissen, welche dev
Kläger übe/seine Befähigung beigebracht, nach der Empfehlung^
welche der Beklagte ihm zu einer ähnlich besoldeten Stellung bei
H. verschafft, und nachdem Kläger vorher unbestritten im hiesigen
B.'sehen Atelier eine gleichmäßig honorirte Stelle bekleidete, in
eine specielle Untersuchung über solche Befähigung einzutreten, in-
dem der Beklagte es sich selbst beizumessen hat, wenn er eine
Nuance in der Geschicklichkeit des Klägers und in der Uebung des-

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