Full text: Archiv für Theorie und Praxis des allgemeinen deutschen Handelsrechts (Bd. 11 (1867))

84 Abhandlungen.
zeichnet werden, durch welche jeder Anspruch auf Anfechtung wegen
Jrrthums verwirkt wurde.
Hierzu kommt noch Folgendes:
Der Schuldner ist selbst Kaufmann. Von ihm muß also auch
angenommen werden, daß er über seine Geschäftsbeziehungen zu
seinem Gläubiger ebenfalls ordnungsmäßige Bücher führt, welche
gleichlautende bez. zu einem gleichen Resultate führende Einträge ent-
halten mußten oder doch sollten; denn die Anfechtung bezog sich gar
nicht einmal auf bloße Rechnungsirrthümer. Hat nun aber der
Saldo, wie ihn der Gläubiger dem Schuldner angab, mit dessen
Büchern nicht gestimmt, vielmehr eine bedeutende Abweichung gezeigt,
der Schuldner hat aber gleichwohl die verlangte Anerkennung von
sich gegeben, so liegt in dieser Anerkennung offenbar ein Verzicht auf
die Ansprüche, die nunmehr gerichtlich geltend gemacht werden.
Vgl. auch Endemann, a. a. O., S. 692.
Regelsberger, a. a. O., S. 165.
Angebliche Jrrthümer von der Art wie die vorerwähnten können
darum die Gerichte nie für geeignet erklären, um daraufhin die An-
fechtung des Anerkennungsvertrags zuzulassen. Behauptet der
Schuldner, er habe die ihm ertheilte Abrechnung nicht geprüft bez.
er habe dieselbe aus welchem Grunde immer nicht prüfen können, so
darf er damit nie gehört werden, solche Einwendungen sind schon durch
die Natur des kaufmännischen Anerkeunungsvertrags ausgeschlossen.
Vgl. auch Endemanu, a. a. O., S. 692, Note 22 und
S. 693, Note 25.

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