Full text: Volume (Bd. 8 (1866))

Königreich Sachsen.

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der erhobenen Klage, an gerechnet dem Kläger zu bezahlen, auch dem-
selben die in erster Instanz aufgelaufenen Kosten zu erstatten schuldig
und hierzu im Weigerungsfälle nach Handelsgerichtsbrauche anzu-
halten, er könnte und wollte denn
a. den über den Inhalt des sechsten Einlassungspunktes ange-
tragenen, für stillschweigend angenommen zu achtenden Eid in Ver-
bindung mit der Verneinung Bl.— in der Bl.— vorgezeichneten
Fassung,
und dasern er diesen Eid zu leisten nicht Willens oder nicht im
Stande sein sollte,
b. den über den Inhalt des dritten Einlassungsabfchnittes de-
ferirten, gleichfalls für stillschweigend angenommen zu achtenden Eid
in Verbindung mit dem zweiten Einlassungspunkte und unter Be-
rücksichtigung der Erläuterungen, welche mit der Sachdarstellung
Bl.— aktenkundig geworden sind, in der Maße,
daß bei dem in der Klage gedachten, in der Neujahrsmesse
des Jahres 1863 erfolgten Kaufabschlüsse er dem Klüger
ein dahin lautendes Versprechen, „er wolle ihm, dem Klä-
ger, 1200 Pfd. Mule-Garn Nr. 40 liefern," nicht ertheilt,
daß er vielmehr bei der Beredung dieses Handels dem Klä-
ger aus dessen Erklärung, „er bestelle zwei Ballen zu 600
Pfund 40r. Mule-Garn," erwidert habe: „er wisse nicht
genau, wie die Ballen verpackt seien, ob in 500 Pfund oder
in 600 Pfund," und daß hierauf der Kläger sich gegen ihn,
den Beklagten, dahin ausgesprochen habe: „es komme ihm
aus ein Paar hundert Pfund ab und zu nicht an und er
wolle, je nachdem die Ballen gepackt seien, entweder mit
zwei Ballen a 600 Pfund oder nur mit zwei Ballen a 500
Pfund zufrieden sein,"
schwören, solchenfalls ist er, und zwar bei Leistung des Eides sub a.
öott der erhobenen Klage deren Gesammtumfange nach zu entbinden
und loszuzählen, bei Leistung des Eides sud b. dagegen an den Klä-
ger ein Mehreres nicht, als den rücksichtlich einer Quantität von
1000 Pfund Mule-Garn in der oben angegebenen Maße zu ermit-
telnden Differenzbetrag sammt Verzugszinsen davon vom 6. Mai
1863 an gerechnet abzuentrichten schuldig, auch hierzu im Weigerungs-
fälle nach Handelsgerichtsbrauche anzuhalten und nur wegen des ge-

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