Full text: Archiv für Theorie und Praxis des allgemeinen deutschen Handelsrechts (Bd. 12 (1868))

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Abhandlungen.

Zeitperiode, d. h. für einen solchen Zeitraum gilt, in welchem die ein-
malige Leistung, die einmalige vollständige Benutzung des vermietheten
Gegenstandes möglich ist, diese Benutzung als Einheit angesehen. Bei
Landgütern dauert deshalb nach römischem Rechte die stillschweigende
Erneuerung des Pachtvertrags immer auf ein Jahr7) und der Satz:
Sed et si secundo quoque anno post finitum lustrum nihil fuerit
contrarium actum, eandem videri locationem in illo anno per-
mansisse, hoc enim ipso, quo tacuerunt, consensisse
videntur et hoc deinceps in unoquoque anno ob-
servandum est, gilt also anolog auch von der Fortsetzung einer
offenen Handelsgesellschaft ohne Bestimmung der Zeitdauer.

') L. 13 § 11 D. Locati cond. XIX, 2. Rücksichtlich dessen, was diese Stelle
über die relocatio tacita der praedia urbana bestimmt, ist die Auslegung der
Stelle bekanntlich sehr bestritten, vgl. Bang erow,-Leitfaden, III, 8 644; für die
Untersuchung über die stillschweigende Fortsetzung einer offenen Handelsgesellschaft
genügt aber die Parallele mit der stillschweigenden Relocation eines Landguts.
Ueber das preuß. Recht s. preuß. Landrecht, I, 21, § 328; als Regel gilt auch
hier die Dauer eines Jahres (§ 328 cit.).

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