Full text: Volume (Bd. 12 (1868))

Unter d. O.-A.-G. Lübeck vereinigte Staaten. Art. 560. 607. 465
behauptet worden und jedenfalls aus den den Beklagten gegenüber
allein in Betracht kommenden Counossementen nicht hervorgeht —
ihn dieser Verantwortlichkeit entlassen hätte;
da nun auch Kl. gegen die von den Bekl. aufgestellte Schadens-
berechnung Einwendungen nicht erheben,
daß der von den Bekl. erhobene Gegenanspruch für begrün-
det zu erklären und demzufolge die Klage, unter Verurthei-
lung der Kl. in die Proceßkosten, abzuweisen.
Handelsgerichtliches Erkenntniß 1. Kammer in Sachen Cellier
& Parrau m. n. Capt. H. Holjes, Schiff Bernhard, o. Joh. Beren-
berg, Goßler & Co., vom 15 Juli 1867.
Auf klägerisches Restitutionsgesuch erkennt die 2. Kammer am
5. Oct. 1867:
Da die Begründung der Restitutionsbeschwerde, es sei übersehen,
daß die Beschädigung jedenfalls durch die stürmische Reise herbeige-
führt sei, durch welche die Waare von eindringendem Seewasser be-
schädigt worden, wobei es denn gleichgültig erscheinen müsse, ob dieß
eindringende Seewasser sich mit in den Näthen oder sonst in dem
Schiffskörper noch verbliebenem Petroleum vermischt habe — Ange-
sichts des von den Parteien als maßgebend anerkannten Ältestes des
Maklers Embden Anl. E, welches ausdrücklich diese hier geltend ge-
machte Beschädigung als Beschädigung von Petroleum bezeichnet —
ungerechtfertigt erscheint,
da aber die vorliegenden Connossemente gezeichnet sind „freeof
damage“ und demnach das Schiff wegen einer Beschädigung an der
Ladung nur so weit in Anspruch genommen werden kann, als behaup-
tet und eventuell bewiesen wird, daß dem Schisser hinsichtlich des
Verfahrens mit derselben ein Verschulden trifft,
da solches Verschulden begründet sein soll, in Bezug darauf, daß
das Schiff früher eine Ladung Petroleum geführt hat,
da eine Behauptung, daß irgend eine gebräuchliche Vorsichts-
maßregel oder Vorkehrung unterlassen worden sei, nicht aufgestellt
worden, vielmehr das Verschulden des Schiffers lediglich darin ge-
funden wird, daß derselbe die Ladung Caffee in sein Schiff einge-
nommen hat,
da dem Conossementsinhaber gegenüber darauf nichts ankommt,
ob der Befrachter und Ablader gar nicht gefragt hat, was das Schiff
Archiv für deutsches Handelsrecht. Bd. XII. $q

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