Full text: Volume (Bd. 12 (1868))

436 Unter d. O--A.--G. Lübeck vereinigte Staaten. Art. 343 flg.
hielt: „In Banco an Vereinsbank per S. Schiff, C. D. Ramm"
auch dann offenbar unerheblich sein würde, wenn diese Worte anders
als dahin zu verstehen sein sollten, daß der Betrag an die Vereins-
bank zur Verfügung von S. Schiff abzuschreiben sei; da auch Beklagte
bei Vorzeigung der Nota nicht etwa eine Erläuterung jener Schluß-
worte verlangt oder damals den unzutreffenden Einwand versucht
haben, daß sie das darin angedeutete Verhältniß des Requirenten
Ramm zu S. Schiff nicht kümmere; da die fernere beklagtische Ob-
motion, wonach die fraglichen Papiere nicht wirklich offerirt sein
sollen, in Ermangelung einer bestimmten dem Notar gewordenen
Entgegnung als durch die Erklärung des Notars widerlegt gelten
muß, daß er die Beklagten zur Empfangnahme von Fl. 10,000.
Bankactien aufgefordert, Beklagte aber mit der Nota zugleich diese
Papiere zurückgewiesen haben; da die etwanigen Bedenken gegen die
Opportunität von Ort und Zeit der angebotenen Lieferung schon
deshalb hier nicht in Betracht kommen, weil Beklagte nicht bestreiten,
daß die Parteien erst kurz vorher von einer anderweitigen Verstän-
digung recedirt waren, hiervon abgesehen aber Beklagte jedenfalls
jetzt nicht mehr mit solchen Einwendungen gehört werden dürften,
nachdem sie anstatt derselben auf die zweimalige Aufforderung des
Notars die Papiere nur mit der ausweichenden und ungehörigen
Antwort zurückgewiesen hatten, daß sie sich erst erkundigen wollten,
ob sie zur Annahme verpflichtet seien; da sonach von dem beklag-
tischen Vorbringen nur das Bestreiten der klägerischen Differenz-
forderung in quanto in Betracht zu ziehen ist, in dieser Hinsicht
aber durch Art. 357 des Handelsgesetzbuches für Fälle wie der vor-
liegende kein anderes Verfahren als dasjenige, welches der Kläger
befolgt zu haben angibt, vorgeschrieben ist,
daß das handelsgerichtliche Erkenutniß vom 3. Octbr. 1866
wieder aufzuheben, Beklagte hinsichtlich der Differenz auf
die fraglichen Fl. 10,000. österreichische Creditbank-Actien
für ersatzpflichtig zu erklären und Kläger in einem vom
Handelsgerichte, an welches deshalb die Sache remittirt
wird, anzusetzenden Termin sub poena desertionis unter
Vorbehalt des Gegenbeweises seine Forderung von Banco-
Mark 2033. 5 Schill, oder wieviel weniger durch Nachwei-
sung des Tagescourses der Lieferungszeit zu justisiciren habe.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.

powered by Goobi viewer