Full text: Volume (Bd. 15 (1869))

Ueber Hypotheken-Banken. . 241
bis zum dritten Theil eines baar eingezahlten Grund-
kapitals zulässig.
4) Die Anstalten dürfen Gelder, welche zu einem anderen Zweck,
als zur Erwerbung von Hypotheken oder von ihnen selbst aus-
gestellten Verschreibungen (§ 7, Nr. 2) eingezahlt werden, ver-
zinslich nur gegen Festsetzung einer mindestens
sechsmonatlichen Kündigungsfrist und höchstens bis
zum Gesammtbetrage von zwanzig Procent eines baar ein-
gezahlten Grundcapitals annehmen.
5) Jederzeit rückzahlbare Gelder dürfen nur unverzinslich
angenommen, auch muß von solchen Geldern mindestens d i e
Hälfte stets baar bereit gehalten, der übrige Theil aber
in leicht discontirbaren guten Wechseln angelegt werden.
6) Grundstücke zu erwerben ist den Anstalten nur gestattet:
a) zur Benutzung als Geschäftslocalien,
b) Behufs der Sicherstellung oder R ealisirung ihnen zu-
ständiger Hypothekenforderungen.
§ 9.
Der geschäftsführende Vorstand jeder eingetragenen
Grundcreditanstalt ist verpflichtet:
1) bis zum fünfzehnten Tage jeden Monats eine Uebersicht
der am letzten Tage des verflossenen Monats vorhanden ge-
wesenen Activa und Passiva, insbesondere der Hypo-
thekenforderungen der Anstalt und der von derselben aus-
gegebenen auf den Inhaber lautenden Verschreibungen,
2) spätestens bis zum 30. Juni jeden Jahres die auf den
31. December des vorhergehenden Jahres gezogene, nach
Vorschrift des Statuts oder Geschästsplans festgestellte
Bilanz nebst einem Bericht, welcher alle Zweige des Ge-
schäftsbetriebes zu umfassen hat,
durch die Anstaltsblätter (§ 3, Nr. 8) zu veröffentlichen.
§. 10.
Unternehmer und Leiter von Grundcreditanstalten, welche
vor erfolgter Eintragung der Anstalt in das Handelsregister oder
nach angemeldeter Auflösung der Anstalt auf den Inhaber
lautende Verschreibungen aus geben, verfallen in eine dem
Archiv für deutsches Handelsrecht. Bd. XV. 16

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