Full text: Volume (Bd. 15 (1869))

Ueber Hypotheken-Banken.

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500,000 Thlr. Hypotheken-Anleihe-Scheine (Pfandbriefe) in Appoints
zu 100 Thlr. und zwar nach dreijähriger beiderseitiger Aufkündigung
zu 41/2 Proc., dagegen mit einjähriger Aufkündignngsfrist zu 4 Proc.
verzinslich zu emittiren. Sie ist verpflichtet fämmtliche in Folge
dieser Anleihe bei ihr eingehenden Summen längstens binnen 3 Mo-
naten, vom Tage der Einzahlung an, auf Hypotheken, welche bei ihr
versichert sind, zu verleihen und neben der Controle der Regierung
jedem Besitzer eines Anleihescheines auf Verlangen aus den Büchern
und den dazu gehörigen Hypotheken-Jnstrumenten nachzuweisen, daß
die Gesellschaft ihrer deßfallsigen Verbindlichkeit gehörig nachkommt.
Seit 1867 ist der Gesellschaft auch die Concession zu einer besonderen
H ypotheken-Tilgungs-Casse, deren Einleger eine besondere Genossen-
schaft bilden sollen, erheilt worden. — Die Summe der Ende 1867
lausenden Versicherungen betrug 6,004,222 Thlr. Hiervon gehör-
ten der Kategorie A Hypothekenversicherung*2,364,141 Thlr., der
Kategorie B Grundstücksversi cherung 2,254,618 Thlr. und der Kate-
gorie C Zinsenversicherung 1,385,463 Thlr. an. Die Prämien-
Einnahmen nebst Policen und anderen Gebühren betrugen 25,689
Thlr. Im Laufe des Jahres 1867 wurde die Gesellschaft von 67
nothwendigen Subhastationen betroffen, wobei sie, um ihr Risico zn
decken, 24 Güter selbst erstand, von denen sie 7 wieder mit einigem
Gewinne verkaufte. Die Dividende betrug 5 Proc?*)
b) Der Frankfurter Hypotheken-Credit-Verein, welcher eben-
falls die Rückzahlung von Hypothekdarlehn und Zinsen versichert.
c) Die preußische Hypotheken - Versicherungs - Gesellschaft zu
Berlin, mit einem Actien-Capitale von 5 Mill. Thlr., in Actien zu
500 Thlr., mit 25 Proc. Einzahlung und einer Dividende von
12 Proc. für 1866 und von 10 Proc. für 1867, während dieselbe für
1865 llVa Proc. betrug.
Außer den oben aufgeführten Hypothekenbanken besteht in Oester-
reich die „österreichische priviligirte allgemeine Bodencredit-Anstalt"
mit 120,000 Actien zu 200 Fl., welche 1865 717/20, 1866 121/2 und
1867 133/4 Proc. Dividende abwarf und 5 procentige Pfandbriefe
ausgibt; ferner die österreichische Nationalbank, welche seit dem
12. Octbr. 1855 ermächtigt ist, eine Hypotheken-Anstalt von
21) Aktionär von 1868. Beilage zu Nr. 757, nämlich Berficherungszeitung
dazu, Nr. 20, S. 81 flg. und Nr. 781, S. 689.

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