Full text: Volume (Bd. 16 (1869))

Bezirk des O.-A.-Gerichts zu Lübeck. Art. 504. 634.

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oder wie weit dieselbe durch diese ordnungswidrige Stauung
veranlaßt worden,
und solchen Beweis, Beklagten Gegenbeweis vorbehaltlich,
innerhalb 4 Wochen bei Strafe des Beweisverlustes anzutreten haben.

Vom Obergericht durch Erkenntniß vom 11. Septbr. 1868 auf
klägerische Appellation, unter Verurtheilung der Appellanten in die
Kosten der Appellationsinstanz, bestätigt.
In Sachen Walther, Berningau & Co., Kläger, c. Cellier &
Parrau mand. noie. Capt. I. E. Morberg, schwedisches Dampfschiff
Iris, Beklagte.

Zu Art. 504 und 634.
Anfechtung einer Dispache. — Anwendung oder Nicht-
anwendung der Policentaxe. — Rechtliche Folge bei zu-
fälliger unentwirrbarer Vermischung nicht flüssiger,
verschiedenen Eigenthümern gehöriger Körper.—
Kläger haben im Jahre 1864 in laufender Police bei verschie-
denen Versicherungsgesellschaften in dem Schiffe Numero Quatro,
Capt. de Echeita, 359 Ballen Baumwolle für die Reise von Mata-
moros nach Liverpool, taxirt zu Bco.F 246,810 — versichert. Dieses
Schiff strandete am 29. Jan. 1865 in der Clonalkilly Bay an der
irländischen Küste und ging verloren. Die im Ganzen aus 1104
Ballen Baumwolle bestehende Ladung war total beschädigt, die Bal-
len zu großem Theile gebrochen, die Baumwolle herausgefallen und
von der ganzen Ladung sind nur etwa 100 Ballen zu identificiren
gewesen. Fast 1000 Ballen sind „8old unidentifiable or lost.“
Ein Theil dieser geretteten beschädigten Ballen ist in Irland verkauft
worden. Um den Rest besser verwerthen zu können, als dieß am
Orte des Schiffbruches geschehen konnte, ist derselbe auf Anordnung
der Versicherer nach Liverpool transportirt und daselbst verkauft
worden. Ueber diesen Schaden hat der Hamburger Dispacheur eine
Dispache aufgemacht. Die Kläger bestreiten die Richtigkeit dieser
Ausmachung.

IS*

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