Full text: Volume (Bd. 16 (1869))

168 Bezirk des O.-A.-Gerichts zu Lübeck. Art. 114.
s. auch gegen die v. Hahnschen Ausführungen (S. 293)
v. Kräwel in Busch Archiv, Bd. IV, S. 29. 23;
aber auch Thöl, Hcmdelsr., 4. Aust. I, S. 235;
doch im vorliegenden Fall jedenfalls eine solche Absicht oder ein solches
Wissen des klägerischen Auftraggebers von einem Unrecht des Züllich
nicht behauptet ist, daß darin eine für solchen Fall genügende Sub-
stantiirung des äoius gefunden werden könnte, weil in dem Hin-
nehmen der, wie nicht bestritten, an Züllich & Co. indossirten An-
weisung von Bco.F 7000 und in dem Trassiren der Frcs. 2500
Namens der Firma Züllich & Co. sowie in dem Unterschreiben der
ersichtlich acceptirt hierher geschickten Wechselformulare für 1200
Francs mit dem Namen der Firma, Alles unbestritten zu einer Zeit,
wo die Aufhebung der Firma noch gar nicht geschehen, geschweige
denn dem klägerischen Auftraggeber bekannt gewesen wäre, beiderseits
die thatsächliche Erklärung gesunden werden muß, das Geschäft doch
mit der Firma zu machen, oder es dem andern Theil zu überlassen,
ob er das Geschäft, wenn überall, im Namen der Firma oder in
seinem eigenen zur Persection bringen wollte, so daß demnach, selbst
wenn, auch in dem Fall, wo das Geschäft im Namen der Firma ge-
macht worden, die Absicht der Contrahenten in Frage kommen könnte,
was in Art. 114 nicht verordnet und auch im Bericht zum Einsüh-
rungsgesetz (Ausgabe von Dr, Hirsch), S. 18 nicht ausgesprochen ist,
solche Absicht mit dem Gebrauchen der Firma an den Tag gelegt sein
würde;
da anlangend das Darlehn von Frcs. 200, welche zufolge der
Klage S. 5 am 19. Juli hingegeben sein sollen, der Brief an den
klägerischen Auftraggeber, welcher ihm das Erlöschen der Firma
August Züllich & Co. anzeigte, ausweise der Anl. 10 und einer Ver-
gleichung desjenigen Theils des Namensstempels, welcher auf dem
Kreuzcouvert steht mit demjenigen Theil, welcher auf dem Rücken des
Circulärs zu finden ist, allererst am 19. Hierselbst zur Post ge-
geben ist;
da demnach bei diesem in Paris gegebenen Darlehn der kläge-
rische Auftraggeber ein Recht gegen die Firma noch erwerben konnte,
nun aber gar nicht constirt, daß dieß Darlehn dem Züllich in der
That für die Firma gegeben worden,

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