Full text: Volume (Bd. 13 (1868))

6.7. Großherzogthum Mecklenburg

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Großherzogthum Mecklenburg. Art. 93. 117.

Großherzogthum Mecklenburg.
Zu Art. 93.117.
DerCompagnon einer Handelsgesellschaft, welcherdie
ganze Schuld des Handlungshauses bezahlt, ist berech-
tigt, die Restitution der von ihm und seinem Compagnon
gemeinschaftlich verpfändeten Objecte allein von den
Gläubigern zu fordern.
Das Handlungshaus W. H. B. zu Hüll in England verpfändete
dem Kaufmann K. H. B. in Rostock mehrere Schiffseigenthumsacten
zur Sicherung einer diesem zustehenden Forderung. Als nun der
Kaufmann W. H. B. zu Hüll, als Inhaber des genannten englischen
Handlungshauses, unter dem Erbieten zur Zahlung der fraglichen
Schuld nach deren Fälligkeit gegen den Kaufman K. H. B. bei dem
Obergerichte zu R. auf Herausgabe der fraglichen Schiffseigen-
thumsacten klagte, schützte der Beklagte unter anderem die Einrede
vor, der Kläger sei nicht berechtigt, allein die Rückgabe der verpfän-
deten Eigenthumsacten zu fordern. Zur Zeit der Verpfändung der-
selben habe sich der Kläger mit dem H. Th. in Liverpool in einer
später wieder aufgelösten Societät befunden. Beiden zusammen hät-
ten die Eigenthumsacten gehört; beide hätten als 8ocii ihm die-
selben überliefert. Die Briefe, mit welchen sie ihm übersandt worden,
seien unterzeichnet: W. H. B. u. Comp., was, da B. nur einen
Compagnon gehabt habe, soviel bedeute, wie W. H. B. und H. Th.
Der Kläger müsse daher entweder Nachweisen, daß das Eigenthum
an den Eigenthumsacten ganz auf ihn übergegangen sei, oder er müsse
unter genauer Angabe seines Antheils wegen des Antheils des H.
Th. Caution leisten.
Dieser Einwand wurde jedoch in beiden Instanzen verworfen
und in den Gründen des oberappellationsgerichtlichen Unheils darüber
bemerkt:
„Die Constituirung des Pfandrechts ist nach dem klaren In-
halte der Klage dem Handlungshause W. H. B. u. Comp, erfolgt;

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