Full text: Volume (Bd. 13 (1868))

214 Königreich Württemberg. Art. 319—322.
nachgeschickt, das zugegebenermaßen vor dem Briefe in R. ankam
und also lautet:
„Bestätige heutigen Brief, worin sich Versehen meinerseits
eingeschlichen. Brieflich mehr, da Anstellungen andere Nummern
bezeichnen."
Am gleichen Tage noch schrieb nun R. an Sch. Folgendes:
„Ich beziehe mich auf mein Telegramm von heute und be-
nachrichtige Sie, daß die angestellten Partieen sich nur noch in
Nr. 16 mit 500 Psd. verstehen.
Das übrige Quantum, das Sie bestellten, müßten sie aus Nr. 24
und 30 vertheilen. Alles Andere wurde vor Eingang Ihres
Schreibens von der Spinnerei verkauft.
Ich erbitte mir umgehende Antwort oder lieber Telegramm,
ob Sie somit von
Nr. 16 24. ' 30.
500 Psd. 2000 Psd. 1500 Psd. nehmen wollen."
Nun schrieb am 3. October Sch. wieder an R.:
„Soeben von einer kleinen Geschäftsreise zurückgekehrt, treffe
ich Ihr zweites werthes vom 30. v. Mts., welches nach meiner
Abreise hier anlangte und bin ich durch dessen Inhalt nicht
wenig überrascht, indem ich die mir zugesagten Garne zum größten
Theil verkauft habe und daher auf deren Lieferung bestehen muß."
Der Agent R. wandte sich nun an die Spinnerei, die aber er-
klärte, die Bestellung nicht effectuiren zu können und hierüber unterm
9. October 1865 selbst an Sch. schrieb:
„Bon unserem Agenten Herrn R. in St. wurde uns am 30.
v. M. Ihr geschätzter Auftrag aus 4000 Psd. Nr. *2/30 Mule P. M.
überschrieben. Wie Ihnen indch derselbe bereits mitgetheilt haben
wird, bedauern wir keine Vormerkung davon nehmen zu können,
da Sie von Hrn. R. die bezügliche Anstellung, die er Ihnen am
25. v. M. bei umgehender Antwort gab, erst am 29., also
mindesten 1 Tag zu spät, acceptirten und wir jetzt bei dem in-
zwischen eingetretenen namhaften Aufschlag der Notirungen vom
27. Septbr. nicht mehr halten können."
Als nun später Sch. gegen die Spinnerei auf Schadensersatz
wegen nicht erfüllten Vertrags klagte, wurde diese Klage zunächst aus

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