Full text: Volume (Bd. 13 (1868))

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Königreich Württemberg. Art. 318. 319—322.

in der durch factischen Irrthum veranlaßten Meinung, als ob ihm
wirklich keine oder keine höhere Forderung an denselben zustehe, als
von seiner Verbindlichkeit befreit erklärt hat.
Vgl. Arndts, Pand., § 341.
Seusfert, Pand., II, § 309, N. 8; § 436.
Seuffert, Archiv, II, Nr. 36; VIII, Nr. 310.
Mg. d. Handelsgesetzbuch, Art. 294.
Art. 318 flg.
Kann das Stillschweigen zu einem Offert als An-
nahme gelten?
Enthält die Annahme einer nicht vertragsmäßigen
Lieferung eine stillschweigende Billigung des Em-
pfängers?
Daß die Frage, ob Stillschweigen zu einer Offerte als Annahme
gelten müsse und ob die Annahme einer nicht vertragsmäßigen Liefe-
rung eine stillschweigende Billigung des Empfängers enthalte, eine
factische, nach den Umständen des einzelnen Falles zu beurtheilende
sei, wurde von dem O.-H.-G. Stuttgart wiederholt angenommen.
Vgl. Endemann, Handelsrecht, S. 501. 571.
Seusfert', Archiv, IV, Nr. 211; XI, Nr. 80.
Busch, Archiv, VI, S. 158; IX, S. 372.
Art. 319-322.
Abschluß eines Handelsgeschäfts unter Abwesenden. —
Widerruf eines Antrages durch den Telegraphen.
Am 27. September 1865 schrieb der iAgent der Baumwoll-
spinnerei am Teuselsberg bei Hos, C. F. R. an F. Sch. in R. folgen-
den Brief:
„Hiermit beehre ich mich Ihnen auf umgehende Antwort feste
Anstellungen zu machen:
für die Spinnerei am Teuselsberg:
Nule P. M. Nr. 12. 16. 20 zusammen 5000 Pfd. innerhalb
— ä 53. 55. 57 Kr. — 14 Tagen lieferbar.
Von Nr. 12 liegt ein Muster bei.

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