Full text: Volume (Bd. 10 (1867))

138 Abhandlungen.
550 Quart Inhalt, mit Ausnahme von pipenförmigen Gebinden er-
folgen.
5. Bei Lieferungen exclusive Faß ist der Spiritus dem Em-
pfänger zwar in Gebinden zu übergeben, derselbe muß jedoch die Gefäße
innerhalb 14 Tagen, vom Lieferungstage ab gerechnet, im empfangenen
Zustande zurückliefern.
6. Der Ablieferer hat bei der Lieferung den Quartinhalt der ein-
zelnen Gebinde dem Empfänger schriftlich anzugeben, sowie die Gebinde
genau und dauerhaft bezeichnet zu übergeben. Sollte der Empfänger
die Angaben nicht richtig finden, so steht es ihm frei, den Quartinhalt
durch die Vermessnngs - oder Aichungsanstalt feststellen zu lassen. Die
Kosten hiefür trägt der unterliegende Theil (Art. 351 d. H.-G.-B.).
Der Anspruch aus Gewähr für das Manco geht verloren, wenn der Em-
pfänger von bem etwaigen Manco dem Ablieferer bei Geschäften in-
clusive Faß nicht innerhalb 4 Wochen und bei Geschäften exclusive
Faß nicht innerhalb 14 Tagen, vom Lieferungstage ab gerechnet, schrift-
liche Anzeige macht. (Art. 349 d. H.-G.-B.)
7. Der Ablieferer ist verpflichtet, den Alkoholgehalt eines jeden
Gebindes dem Empfänger zuzuwiegen. Streitigkeiten über den Alkohol-
gehalt werden durch den vereidigten Wäger entschieden. Die Kosten
hiefür trägt der unterliegende Theil (Art. 351 d. H--G.-B.) — Sollte
einer von beiden Theilen das Zuwiegen überhaupt (im Ganzen) durch
einen vereidigten Wäger verlangen, so trägt derselbe die Kosten hiefür.
V. Ortsgebrauch bei dem Hanf- und Flachs-Handel.
Beim Verkaufe von Hanf, Flachs und Heede hat der Käufer das
Waagegeld und die Hälfte des Schalgeldes zu zahlen. (Artikel 351
des H.-G.-B.)
VI. Ortsgebräuchc bei dem Schifffahrts-Verkehre.
1. In Bezug auf dis Ladungsplätze (Art. 561 d. H.-G.-B.) ist
ortsüblicher Gebrauch:
Jedes Schiff hat überall innerhalb des städtischen Territoriums hin-
zulegen, wo die Tiefe des Wassers und der Durchgang durch die Brücken
es gestattet, und zwar:
a. wenn das Schiff einen Befrachter hat, an die von demselben
angewiesenen Stellen, jedoch darf, wenn die Ladung in Ge-
treide besteht, an keiner Stelle weniger als 10 Lasten (k 56^
Schffl.) angewiesen werden;
b. wenn dasselbe mehrere Befrachter hat und die Ladung in Ge-
treide besteht, auch nichts anderes durch Contract abgemacht ist,
an diejenigen Stellen, welche die betheiligten Befrachter für we-
nigstens 10 Lasten (k 56^/z Schffl.) Raum anweisen. In
beiden Fällen (all a und b) ist der Schiffer (Verfrachter) nicht

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