Full text: Volume (Bd. 4 (1864))

326 Fortl. Zusammenstellung der handelsr. Entscheidungen u. Präjudicien,

nen Fällen erfolgen. Daraus ergibt sich, daß der § 192 1. c. auf
Aktiengesellschaften keine Anwendung sinden kann.
Vgl. Gerber, System des deutschen Privatrechts, § 198;
auch Th öl, Handelsrecht, Bd. I, § 47.
Bei solcher Bewandtniß hat daher auch die vom Verklagten be-
hauptete Unzulänglichkeit des gezeichneten Actiencapitals für den vor-
liegenden Proceß keine Bedeutung. Denn das, was Verklagter auf
dem eingeschlagenen Wege erreichen will, kann er nicht als Einzelner
durchsetzen. Ob er es auf den Wege eines Beschlusses der General-
Versammlung wird durchsetzen können, kann ihm anheimgestellt
bleiben."
Art. 271.
II. Zusatz. Der Heuervertrag ist auf Seiten des
Rheders (Capitän's) ein Handelsgeschäft und
bedarfalsozusein er Gültig keitnichtderschrift-
l i ch e n F o r m.
Erkennt, des Obertribunals zu Berlin vom 23. Jan.
1864 (Centr. Org. v. 11. Juni 1864, Bd. III, S. 128).
Vergl. auch Busch, Arch., Bd. I, S. 402; Bd. II, S. 178.
Art. 278.
I. Zusatz. Auslegung eines zwischen einem Fabrik-
herrn und seinem Fabrikdirector geschlossenen
Dienstvertrages.
Erkennt.des Appell.-Gerichts zuBreslau (Gruchot,
Beitr., Jahrg. V,II 1863, S. 70).
Ein Fabrikherr in Breslau hatte einen Franzosen als Director
seines Fabrikgeschäfts engagirt. Der hierüber geschlossene Vertrag
enthielt folgende Bestimmung:
„Je vous garantirai la fabrication annuelle d’un minimum
de 400 quintaux ou les honoraires de 600 Thaler. Je vous
payerai la somme d’un Thaler et demi pour chaque quintal
fabrique. Les honoraires seront maintenus jusqu’au moment,
ou la fabrication n aura pas atteint le chiffre de 600 quintaux
par an. Quand ce dernier chiffre ce trouvera atteint ou
depasse, les honoraires pour chaque quintal fabrique dans
le courant d’une ann^e ne seront que d’un Thaler."

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