Full text: Volume (Bd. 4 (1864))

248 dritten Contrahente« gegegenüber. — Bedarf eS zur Wahrung des rc.
die Letztere entstandenen Proceß, sowie die hierin der Klä-
gerin erwachsenen Kosten verschuldet habe, ihrem ganzen In-
halte nach unbegründet ist,
4) daß dagegen in den aufgestellten Klagebehauptungen, der
klägerische Agent habe im Nachsommer 1859 Namens und
im Auftrag der klägerischen Handlung dem Beklagten die
eingeklagten Quantitäten Mehl um den in der Klage be-
haupteten Preis verkauft und überliefern lassen, die wesent-
lichen Voraussetzungen eines zwischen der Klägerin und dem
Beklagten für eigne Rechnung geschlossenen und von Seiten
der Klägerin erfüllten Kaufvertrags enthalten sind und da-
her die Klage in der beschränkten Richtung auf Zahlung des
eingeklagten Restkaufpreises als rechtlich und thatsächlich be-
gründete Klage des Verkäufers aufrecht zu erhalten ist,
dahin:
daß die Klage, soweit sie die Forderung der Kosten des Pro-
cesses gegen Emil Klein Wb. betrifft, also mit 155 Fl.
33 Tr. abzuweisen sei.
Im Uebrigen wurde Beweis in Betreff des Kaufabschlusses und
der Ueberlieferung auferlegt.
Hiergegen appellirten beide Theile. Die Klägerin verlangte vor-
nehmlich Aufhebung des die Klage mit 155 Fl. 33 Tr. abweisenden
Erkenntnisses, der Beklagte Abweisung auch des weiteren Anspruchs.
Das herzogliche Hof- und Appellationsgericht zu Wiesbaden
sprach sich dem Anträge des Referenten gemäß in seinem Relevanz-
decret d. d. 12. April 1864, Nr. 8144 und 8215 dahin aus:
In Erwägung
1) daß die Klage darauf gegründet-ist, daß Beklagter unter
dem unwahren Vorgeben, dazu als Prokurist des Handels-
geschäfts seiner Mutter ermächtigt zu sein, für deren Rech-
nung und unter deren Firma Mehl von der klagenden Hand-
lung gekauft und dadurch der Letzteren den näher bezeichneten
Schaden zugefügt habe, indem die Angabe in der Klagschrift,
Beklagter sei, was Klägerin erst im Jahre 1861 erfahren
habe, in der Thal nicht Prokurist für ein Mehlgeschäft seiner
Mutter gewesen, habe dasselbe vielmehr für eigene Rechnung
betrieben, nicht den Sinn hat, daß Klägerin oder deren Agent

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