Full text: Archiv für Theorie und Praxis des allgemeinen deutschen Handelsrechts (Bd. 1 (1863))

Zur Lehre über die Haftungsverbindlichkeit eines Spediteurs. 515

Nutzung des Eilzugs lautende Auftrag der Beklagten von selbst dahin
modificirt habe, daß anstatt dessen nur die gewöhnliche und weniger
kostspielige Beförderungsart zu benutzen sei, und müsse ihm daher
die Differenz der Fracht, welche sich in Betreff der fraglichen 2 Kisten
je nach ihrer.Beförderung mit Eilzug oder als gewöhnliche Fracht
für die Strecke von Wien nach Triest herausstellt, zur Last fallen.
Hierauf und auf die in dieser Richtung obwaltenden Bedenken
näher einzugehen war man jedoch dadurch behindert, daß die Be-
klagten unterlassen haben anzugeben, wieviel von der hier bean-
spruchten Frachtdifferenz, welche von ihnen — abweichend von der
ursprünglichen Darstellung Klägers, nach welcher unter jenen
17 Thlr. 5 Ngr. die Hälfte des Mehraufwands an Fracht und
Zoll verstanden werden sollte — übereinstimmend mit dem später«
Ansühren Klägers lediglich für die Strecke von Dresden bis Triest
auf 17 Thlr. 5 Ngr. berechnet worden ist, auf die Strecke von Wien
nach Triest ausfällt.
Diesem Mangel konnte auch nicht durch Aufhebung des ange--
fochtenen Bescheides und Anordnung weiterer Instruction der Sache
in einem anderweiten Verhandlungstermine abgeholfen werden, weil
beide Partheien unter der Erklärung, daß sie weiter etwas nicht bei-
zubringen hätten, übereinstimmend gebeten haben, in der Sache,
wie sie liege, einen Bescheid zu ertheilen, und hierin allerdings ein
Verzicht derselben auf weiteres thatsächliches Vorbringen erblickt
werden muß.

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